Ciceros „De oratore"
Ciceros „De oratore" | |
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Gegenstand | |
Kategorie: | Schriften |
Typ: | Buch |
Qualität: | II. Gewöhnlich |
Lore: | Eine Zusammenfassung über eine der bekanntesten Werke Ciceros |
Ciceros „De oratore" fasst die Erzählungen, Lehren und Ansichten aus Ciceros Werk zusammen und erklärt sie vereinfacht.
Transkript
Ciceros De oratore
Die Kunstfertigkeit, Massen zu bewegen und Menschen zu begeistern, ohne jene dabei für Sold zu verpflichten oder Gewalt anzudrohen, ist wahrhaftig eine, welche nicht jeder zu können vermag und auch eine, wessen Macht nicht jedem gewiss ist. Eine gute Rede erreicht oftmals mehr als ein Schwert oder eine Münze, wenn die Worte weise gewählt. Der Römer Marcus Tullius Cicero war in der Lage, jene Kunst zu erfassen, zu erlenen und zu lehren. Das Fundament einer guten Rede wird bereits zu Beginn gestellt, durch die Auswahl des Redners. Ein guter Redner bedarf neben seiner Redegewandtheit auch noch philosophische und juristische Kenntnisse. Er muss dazu in der Lage sein, ein Publikum überzeugen zu können, die tatsächliche Wahrheit ist dabei nicht von Belangen. Drei relevante Aspekte auf dem Pfad des Überzeugens benennt Cicero. Docere, ein guter Redner vermittelt Wissen in Zusammenhang mit einem logischen Aufbau seiner Rede. Delectare, ein guter Redner versteht sich darauf, die Zuhörer emotional anreden und bewegen zu können. Movere, ein guter Redner weiß Sensibilitäten wie Mitleid, Zorn, Freude, Wut, Hass und Trauer hervorzurufen, um durch jene sein Publikum zugunsten seiner selbst zu bewegen. Doch sich allein dieser Fundamente gewiss zu sein, genügt nicht, um eine gute Rede zu halten, eine Rede bedarf einer Ausrichtung auf das Publikum. Spreche man vor Edelmännern oder vor dem einfachen Volk, so habe man seine Darstellung und gewiss seine Wortwahl auf jenes Publikum anzupassen. Auch das Thema der Rede ist von Relevanz. Je nach Situation spreche man so eher elegant und gehoben, andernfalls eher einfach und nahbar. Ein vollkommener Redner muss dazu in der Lage sein, die Tugenden des Wissens, der Moral und der Redegewandtheit harmonisch zu vereinen, erst dann wird er einer sein.