Mattheus von Kurfeldt: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Mattheus von Kurfeldt''' ist ein schwyzer Rechtsgelehrter, der im Jahr 1304 als erwählter Spitalmeister der Hospitalstiftung zu [[Geldern]] tätig ist. Dort beaufsichtigt er den Schutz und Aufbau des entstehenden Hospitalbaus und des unter [[Sigbert aus Geldern|Prior Sigbert]] dienenden Konvents zu Geldern.
'''Mattheus Konrad von Kurfeldt''' ist ein schwyzer Rechtsgelehrter, der im Jahr 1304 als erwählter Spitalmeister der Hospitalstiftung zu [[Geldern]] tätig ist. Dort beaufsichtigt er den Schutz und Aufbau des entstehenden Hospitalbaus und den unter [[Sigbert aus Geldern|Prior Sigbert]] dienenden Konvent zu Geldern. Seine Schwester [[Laurentia von Kurfeldt|Laurentia Heloise von Kurfeld]] ist ebenfalls als eine Pflegerin des Hospitals wohnhaft in Geldern.
 
==Aussehen & Wesen==
==Aussehen & Wesen==
Mattheus ist von durchschnittlicher Statur und verbindet zivile mit soldatischen Merkmalen. Sein dunkelbraunes Haar und der Bart sind kurz und gepflegt geschnitten. In seiner Funktion trägt er vorwiegend ein gelb-schwarzes Wams in den Farben Gelderns, einen breiten Ledergürtel sowie dunkle Stiefel.[[Datei:MattheusLicht.png|links|mini|300x300px|Mattheus als Halbbruder des Deutschen Ordens]]Charakterlich tritt Mattheus bedacht und pragmatisch auf. Sein Handeln basiert auf einer klaren formellen Unterscheidung zwischen legitimer Herrschaft und Rechtsbruch. Während er rechtskonforme Adlige als legitime Instanzen des Gesetzes anerkennt, lehnt er adlige Willkür und Raubrittertum konsequent ab.
Mattheus ist von durchschnittlicher Statur und verbindet zivile mit soldatischen Merkmalen. Sein dunkelbraunes Haar und der Bart sind kurz und gepflegt geschnitten. In seiner Funktion trägt er vorwiegend ein gelb-schwarzes Wams in den Farben Gelderns, einen breiten Ledergürtel sowie dunkle Stiefel.[[Datei:MattheusLicht.png|links|mini|300x300px|Mattheus als Halbbruder des Deutschen Ordens]]Charakterlich tritt Mattheus bedacht und pragmatisch auf. Sein Handeln basiert auf einer klaren formellen Unterscheidung zwischen legitimer Herrschaft und Rechtsbruch. Während er rechtskonforme Adlige als legitime Instanzen des Gesetzes anerkennt, lehnt er adlige Willkür und Raubrittertum konsequent ab.
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Im Sommer 1302 nahm er mit der ''"Kompanie vom Roten Sporn"'' an der Sporenschlacht im Flandernkrieg teil. Nach dem Tod des bisherigen Hauptmanns wurde Mattheus von den verbliebenen Mitgliedern zu dessen Nachfolger gewählt. Bedingt durch eine Verwundung trat er kurz darauf als Halbbruder und Prokurator (Rechts- und Verwaltungsbeamter) in den Dienst des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]]. Seine administrativen Aufgaben führten ihn über die Komturei Elbing in Preußen bis auf die Insel Ottonien. Dort agierte er als Vormund für die verwaiste Luise von Mayenburg und verwaltete deren Schulden gegenüber dem Orden und der Hanse.
Im Sommer 1302 nahm er mit der ''"Kompanie vom Roten Sporn"'' an der Sporenschlacht im Flandernkrieg teil. Nach dem Tod des bisherigen Hauptmanns wurde Mattheus von den verbliebenen Mitgliedern zu dessen Nachfolger gewählt. Bedingt durch eine Verwundung trat er kurz darauf als Halbbruder und Prokurator (Rechts- und Verwaltungsbeamter) in den Dienst des [[Deutscher Orden|Deutschen Ordens]]. Seine administrativen Aufgaben führten ihn über die Komturei Elbing in Preußen bis auf die Insel Ottonien. Dort agierte er als Vormund für die verwaiste Luise von Mayenburg und verwaltete deren Schulden gegenüber dem Orden und der Hanse.
=== Wirken in Holdstewik (1304) ===
=== Wirken in Holdstewik (1304) ===
Nach der Tilgung der Verbindlichkeiten wurde Mattheus aus den Diensten des Ordens entlassen. Er schloss sich seinem Vetter [[Rolf Stauffacher]] an, der auf Ottonien die Freistätte [[Geldern]] begründet hatte. Mattheus erhielt ein Landgut als Allod in Geldern, gewährte den Veteranen der ''[[Kompanie vom Roten Sporn]]'' Unterkunft und übernahm die Position als Hauptmann.[[Datei:MvK Kanzler.png|mini|162x162px|Mattheus als Kanzleiherr zu Holdstewik]]Bis Juli 1304 war Mattheus zudem als Kanzleiherr für Herr [[Lothar Heinrich von Holdstewik]] tätig. In dieser Funktion verantwortete er die diplomatische Korrespondenz, die Ausarbeitung von Rechtsbeschlüssen und die formelle juristische Verfolgung von Raubrittern auf Basis des Landrechts.
Nach der Tilgung der Verbindlichkeiten wurde Mattheus aus den Diensten des Ordens entlassen. Er schloss sich seinem Vetter [[Rolf Stauffacher]] an, der auf Ottonien die Freistätte [[Geldern]] begründet hatte. Mattheus erhielt ein Landgut als Allod in Geldern, gewährte den Veteranen der ''[[Kompanie vom Roten Sporn]]'' Unterkunft und übernahm die Position als Hauptmann.[[Datei:MvK Kanzler.png|mini|162x162px|Mattheus als Kanzleiherr zu Holdstewik]]Bis Juli 1304 war Mattheus zudem als Kanzleiherr für Herrn [[Lothar Heinrich von Holdstewik]] tätig. In dieser Funktion verantwortete er die diplomatische Korrespondenz, die Ausarbeitung von Rechtsbeschlüssen und die formelle juristische Verfolgung von Raubrittern auf Basis des Landrechts.


=== Zeit in Geldern (1304–heute) ===
=== Zeit in Geldern (1304–heute) ===
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Auf der Hochzeit des Edelherrn Matthias von Nordhaven, stellte der Vogt zu Warglau, Roman von Marienburg, Mattheus einen Mann namens Theodor vor, welcher derweil rechtlichen Beistand im Falle einer Anklage gegen ihn bedurfte. Dabei handelte es sich um den [[Ostowitz-Prozess um Wolfsberg (1304)]], einen Streit um Lehen und Gut nach dem vorgetäuschten Scheintod des Klägers Herrn Adalbert, in welchem Mattheus als Advokat für den Herrn Theodor einen Sieg vor dem Schöffengericht zu Löwenfels erstritt.
Auf der Hochzeit des Edelherrn Matthias von Nordhaven, stellte der Vogt zu Warglau, Roman von Marienburg, Mattheus einen Mann namens Theodor vor, welcher derweil rechtlichen Beistand im Falle einer Anklage gegen ihn bedurfte. Dabei handelte es sich um den [[Ostowitz-Prozess um Wolfsberg (1304)]], einen Streit um Lehen und Gut nach dem vorgetäuschten Scheintod des Klägers Herrn Adalbert, in welchem Mattheus als Advokat für den Herrn Theodor einen Sieg vor dem Schöffengericht zu Löwenfels erstritt.
==Familie & Gefolge==
==Familie & Gefolge==
Mattheus entstammt einer schöffenbarfreien Familie aus der Schwyz. Eine enge familiäre und politische Zusammenarbeit verbindet ihn mit seinem Vetter [[Rolf Stauffacher]], dem Patron des Hospitals. Als Hauptmann befehligt er die in Geldern verbliebenen Veteranen der ''Kompanie vom Roten Sporn'', welche strikt getrennt vom geistlichen Konvent operieren. Durch seine vorherigen Tätigkeiten als Kanzleiherr und Vormund unterhält er zudem diplomatische Kontakte zu Herr [[Lothar Heinrich von Holdstewik]] und der Freiin Luise von Mayenburg.
Mattheus entstammt einer schöffenbarfreien Familie aus der Schwyz. Eine enge familiäre und politische Zusammenarbeit verbindet ihn mit seinem Vetter [[Rolf Stauffacher]], dem Stifter und Patron des Hospitals. Als Hauptmann befehligt er die in Geldern verbliebenen Veteranen der ''Kompanie vom Roten Sporn'', welche strikt getrennt vom geistlichen Konvent operieren. Durch seine vorherigen Tätigkeiten als Kanzleiherr und Vormund unterhält er zudem diplomatische Kontakte zu Herrn [[Lothar Heinrich von Holdstewik]] und dem Fräulein [[Luise-Frederike von Mayenburg|Luise von Mayenburg]].
==Trivia==
==Trivia==
Die militärischen Ereignisse der Sporenschlacht (1302) dienen Mattheus als historische Referenz für seine kritische Haltung gegenüber ständischen Privilegien.
Die militärischen Ereignisse der Sporenschlacht (1302) dienen Mattheus als historische Referenz für seine kritische Haltung gegenüber ständischen Privilegien.
[[Kategorie:Spieler]]
[[Kategorie:Spieler]]

Aktuelle Version vom 1. Oktober 2026, 12:58 Uhr

Mattheus Konrad von Kurfeldt
Charakter
Gefolge: Geldern
Stand: Gemein / Klerus
Titel: Spitalmeister
Geburt: ca. 1272
Status: Lebendig
Spieler
Aktiv seit: 15.11.2025
Spielername: Erzkanzler


Mattheus Konrad von Kurfeldt ist ein schwyzer Rechtsgelehrter, der im Jahr 1304 als erwählter Spitalmeister der Hospitalstiftung zu Geldern tätig ist. Dort beaufsichtigt er den Schutz und Aufbau des entstehenden Hospitalbaus und den unter Prior Sigbert dienenden Konvent zu Geldern. Seine Schwester Laurentia Heloise von Kurfeld ist ebenfalls als eine Pflegerin des Hospitals wohnhaft in Geldern.

Aussehen & Wesen

Mattheus ist von durchschnittlicher Statur und verbindet zivile mit soldatischen Merkmalen. Sein dunkelbraunes Haar und der Bart sind kurz und gepflegt geschnitten. In seiner Funktion trägt er vorwiegend ein gelb-schwarzes Wams in den Farben Gelderns, einen breiten Ledergürtel sowie dunkle Stiefel.

Mattheus als Halbbruder des Deutschen Ordens

Charakterlich tritt Mattheus bedacht und pragmatisch auf. Sein Handeln basiert auf einer klaren formellen Unterscheidung zwischen legitimer Herrschaft und Rechtsbruch. Während er rechtskonforme Adlige als legitime Instanzen des Gesetzes anerkennt, lehnt er adlige Willkür und Raubrittertum konsequent ab.

Geschichte

Herkunft und frühe Jahre

Mattheus wurde im späten 13. Jahrhundert in Einsiedeln, in der Nähe von Schwyz, in eine schöffenbarfreie Familie geboren. Seine schulische Grundausbildung erhielt er in der Reichsabtei St. Maria. Die dortigen Aufstände der lokalen Bevölkerung gegen die Vögte der habsburgischen Adelsherrschaft prägten sein grundlegendes Verständnis von Recht und Amtsführung.

Studium und militärische Dienste

Zur Finanzierung seiner universitären Laufbahn war Mattheus zunächst als Reisläufer tätig. Anschließend absolvierte er in Oberitalien ein Grundstudium der Sieben Freien Künste (Septem artes liberales). An den Universitäten von Bologna und Padua studierte er danach Jurisprudenz und schloss seine Ausbildung sowohl im Römischen als auch im Kanonischen Recht ab.

Wappen Kurfeldts und der "Kompanie vom Roten Sporn"

Flandernkrieg und Deutscher Orden

Im Sommer 1302 nahm er mit der "Kompanie vom Roten Sporn" an der Sporenschlacht im Flandernkrieg teil. Nach dem Tod des bisherigen Hauptmanns wurde Mattheus von den verbliebenen Mitgliedern zu dessen Nachfolger gewählt. Bedingt durch eine Verwundung trat er kurz darauf als Halbbruder und Prokurator (Rechts- und Verwaltungsbeamter) in den Dienst des Deutschen Ordens. Seine administrativen Aufgaben führten ihn über die Komturei Elbing in Preußen bis auf die Insel Ottonien. Dort agierte er als Vormund für die verwaiste Luise von Mayenburg und verwaltete deren Schulden gegenüber dem Orden und der Hanse.

Wirken in Holdstewik (1304)

Nach der Tilgung der Verbindlichkeiten wurde Mattheus aus den Diensten des Ordens entlassen. Er schloss sich seinem Vetter Rolf Stauffacher an, der auf Ottonien die Freistätte Geldern begründet hatte. Mattheus erhielt ein Landgut als Allod in Geldern, gewährte den Veteranen der Kompanie vom Roten Sporn Unterkunft und übernahm die Position als Hauptmann.

Mattheus als Kanzleiherr zu Holdstewik

Bis Juli 1304 war Mattheus zudem als Kanzleiherr für Herrn Lothar Heinrich von Holdstewik tätig. In dieser Funktion verantwortete er die diplomatische Korrespondenz, die Ausarbeitung von Rechtsbeschlüssen und die formelle juristische Verfolgung von Raubrittern auf Basis des Landrechts.

Zeit in Geldern (1304–heute)

Im Sommer 1304 wurde die Freistätte Geldern nach der Auflassung der Ländereien durch den Willen Rolf Stauffachers in eine geistliche Hospitalstiftung umgewandelt. Mattheus fungiert dort seither als Hauptmann der weltlichen Schutzmannschaft. Da das Hospital noch keinen ordentlichen Spitalmeister besaß, überblickt Mattheus nun zusätzlich als Bau- und Gutsverweser die laufenden wirtschaftlichen Amtsgeschäfte Gelderns. Er besaß dabei ausdrücklich keine geistliche Leitungsgewalt über den Prior und den Konvent, sondern konzentrierte sich auf die Verwaltung, den Aufbau und die rechtliche Vertretung. Ende September des Jahres 1304 dann erwählte der Rat des Hospitals zu Geldern, welcher sich nach Ankunft des geistlichen Konvent unter Prior Sigbert mit dem Stifter und Patron Rolf Stauffacher wie auch weiteren wichtigen Persönlichkeiten der Lande zusammentrat, den Herrn Mattheus von Kurfeldt zum ersten Spitalmeister zu Geldern. Jener beaufsichtigt fortan den Aufbau des Hospitals wie auch der entstehenden Gebäude und Anlagen.

Mattheus an der Seite Theodors vor dem Schöffengericht zu Löwenfels im Ostowitz-Prozess um Wolfsberg (1304).

Auf der Hochzeit des Edelherrn Matthias von Nordhaven, stellte der Vogt zu Warglau, Roman von Marienburg, Mattheus einen Mann namens Theodor vor, welcher derweil rechtlichen Beistand im Falle einer Anklage gegen ihn bedurfte. Dabei handelte es sich um den Ostowitz-Prozess um Wolfsberg (1304), einen Streit um Lehen und Gut nach dem vorgetäuschten Scheintod des Klägers Herrn Adalbert, in welchem Mattheus als Advokat für den Herrn Theodor einen Sieg vor dem Schöffengericht zu Löwenfels erstritt.

Familie & Gefolge

Mattheus entstammt einer schöffenbarfreien Familie aus der Schwyz. Eine enge familiäre und politische Zusammenarbeit verbindet ihn mit seinem Vetter Rolf Stauffacher, dem Stifter und Patron des Hospitals. Als Hauptmann befehligt er die in Geldern verbliebenen Veteranen der Kompanie vom Roten Sporn, welche strikt getrennt vom geistlichen Konvent operieren. Durch seine vorherigen Tätigkeiten als Kanzleiherr und Vormund unterhält er zudem diplomatische Kontakte zu Herrn Lothar Heinrich von Holdstewik und dem Fräulein Luise von Mayenburg.

Trivia

Die militärischen Ereignisse der Sporenschlacht (1302) dienen Mattheus als historische Referenz für seine kritische Haltung gegenüber ständischen Privilegien.