Rolf Stauffacher
| Rolf Stauffacher | |
|---|---|
| Charakter | |
| Gefolge: | |
| Stand: | Gemein |
| Titel: | Schöffenbarfreier |
| Geburt: | ca. 1270 |
| Status: | Lebendig |
| Spieler | |
| Aktiv seit: | 14.11.2025 |
| Spielername: | Rhobar_Von_Ardea |
Rolf Stauffacher zu Geldern ist ein schwyzer Handwerker, ehemaliger Reisläufer und heutiger Stiftsherr des neu gegründeten Spitals zu Geldern im Herzogtum Ottonien. Zuvor agierte er als Schutzvogt der Freistätte. Er ist der Vetter des Rechtsgelehrten Mattheus von Kurfeldt. Nach der Stiftung seiner Ländereien zur Errichtung des Spitals behielt er ein lebenslanges Wohnrecht sowie ein Allod auf dem Grund von Geldern.
Aussehen & Wesen
Rolf ist ein kräftig gebauter Mann, dessen Statur durch jahrelange Arbeit an der Feldschmiede und körperliche Arbeit geprägt ist. Er trägt kurzes Haar, einen dichten, dunkelbraunen Schnauzbart und kleidet sich vorwiegend zweckmäßig. Seine übliche Gewandung besteht aus einem verstärkten Lederwams über einem Gambeson sowie robustem Schuhwerk, das den Anforderungen von Handwerk und Feldlager entspricht.
Charakterlich tritt Rolf bodenständig und pragmatisch auf. Sein Verständnis von persönlicher Freiheit und Selbstbestimmung resultiert aus den politischen Konflikten seiner eidgenössischen Heimat. Er pflegt einen direkten, wenig ausschmückenden Kommunikationsstil und fokussiert sich auf praktische Lösungen, sowohl in der handwerklichen Fertigung als auch in der organisatorischen Führung seiner Gemeinschaft.
Geschichte
Frühe Jahre & Zeit als Reisläufer
Rolf wurde um 1270 in der Schwyz geboren und wuchs in bäuerlichen Verhältnissen auf. Bedingt durch die zunehmenden Spannungen mit der habsburgischen Obrigkeit verließ er seine Heimat und schloss sich als Reisläufer der Kompanie vom Roten Sporn an. Während seiner militärischen Dienstzeit erlernte und vertiefte er das Schmiedehandwerk. In den späten 1290er Jahren kehrte er vorübergehend in die Schwyz zurück und fokussierte sich auf die Waffenproduktion für Söldnereinheiten.
Schmiedekunst & Sporenschlacht (1301–1302)
Um das Jahr 1301 konstruierte Rolf spezialisierte Stangenwaffen, darunter den heute als Gelderner Krähenschnabel bekannten Kriegshammer, der primär darauf ausgelegt war, schwere Rüstungen zu durchdringen. Diese Waffe wurde 1302 in der Sporenschlacht von den Fußtruppen der Kompanie mit strategischem Erfolg gegen die gepanzerte französische Reiterei eingesetzt.
Ankunft in Ottonien & Spitalstiftung (1304)
Aufgrund anhaltender Repressalien in der Waldstätte siedelte Rolf mit Verwandten und Veteranen nach Ottonien über. Dort übernahm er zunächst das Amt des Schutzvogtes von Geldern, um eine unabhängige Siedlung aufzubauen. Er nahm seinen Vetter Mattheus nach dessen Ausscheiden aus dem Deutschen Orden auf und ernannte ihn zu seinem Stellvertreter und Hauptmann, um die diplomatische und rechtliche Vertretung der Siedlung zu gewährleisten.
Im Sommer 1304 wandelte Rolf die rechtliche Struktur Gelderns grundlegend um, er stiftete seine Lande und Lehen vollumfänglich zur Errichtung eines freien Spitals. Durch diesen Akt entzog er das Gebiet dem regulären weltlichen Lehnszugriff. Rolf behielt ein eigenes Landgut als Allod in Geldern und wurde somit zum Stiftsherr zu Geldern.
Familie & Gefolge
Rolf entstammt der Familie Stauffacher aus der Schwyz. Eine enge organisatorische und familiäre Bindung besteht zu seinem Vetter Mattheus von Kurfeldt. Sein lokales Gefolge und die Bewohner des Spitalumfelds setzen sich mehrheitlich aus eidgenössischen Verwandten, Steiermärkern, Landleuten sowie Veteranen der Kompanie vom Roten Sporn zusammen.
Trivia
Gelderner Krähenschnabel
Eine um 1301 von Rolf entwickelte Stangenwaffe mit spitz zulaufender Harke, die durch Hebelwirkung speziell gegen schwere Platten- und Kettenrüstungen eingesetzt wurde.
Gelderner Galgenhammer
Ein 1304 geschmiedeter schwerer Hammer, der in Geldern als symbolisches und praktisches Werkzeug zur Vollstreckung des Landrechts gegenüber Friedensbrechern konzipiert wurde.
Handwerkliche Ausrichtung
Rolf fertigt ausschließlich nutzwertorientierte Waffen und Werkzeuge an und lehnt die Herstellung reiner Prunk- oder Zierwaffen grundsätzlich ab.
