Geografie: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Ottonien Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zacarias (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zacarias (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 6: Zeile 6:
[[File:Ottonien Regionen.png|thumb|300px|right|Regionen: Hold (blau), Westähr (orange), Münzwald (grün), Mieden (hellblau), Waid (pink) <br><br>Inseln: Birkum (rot), Stadenoog  (gelb), Klifferoog (grau), Ostholm (türkis)]]
[[File:Ottonien Regionen.png|thumb|300px|right|Regionen: Hold (blau), Westähr (orange), Münzwald (grün), Mieden (hellblau), Waid (pink) <br><br>Inseln: Birkum (rot), Stadenoog  (gelb), Klifferoog (grau), Ostholm (türkis)]]


== Hold ==
=== Hold ===
Die Hold ist die bevölkerungsreichste und wirtschaftlich wie politisch bedeutendste Region der Insel. In ihrem Herzen befindet sich das Städtchen [[Holdern]], das mit seiner mächtigen Burg als Sitz des [[Heinrich von Memleben|Herzogs]] dient. Die Hold profitiert sehr vom Fernhandel mit England, sowie Flandern, und fungiert als Handelszentrum der Ottonischen Insel. Alle möglichen Waren der Insel werden entlang der Taune und Ähr nach Holdern transportiert und dort an Fernhändler verkauft. Die Hold grenzt im Westen entlang der Ähr an die Region Westähr, im Norden an den Münzwald, und im Osten entlang der Mähr an die Waid.
Die Hold ist die bevölkerungsreichste und wirtschaftlich wie politisch bedeutendste Region der Insel. In ihrem Herzen befindet sich das Städtchen [[Holdern]], das mit seiner mächtigen Burg als Sitz des [[Heinrich von Memleben|Herzogs]] dient. Die Hold profitiert sehr vom Fernhandel mit England, sowie Flandern, und fungiert als Handelszentrum der Ottonischen Insel. Alle möglichen Waren der Insel werden entlang der Taune und Ähr nach Holdern transportiert und dort an Fernhändler verkauft. Die Hold grenzt im Westen entlang der Ähr an die Region Westähr, im Norden an den Münzwald, und im Osten entlang der Mähr an die Waid.


== Münzwald ==
=== Münzwald ===
Nördlich der Hold und östlich des Flusses Ähr, beginnt der Münzwald. Das stark bewaldete Gebiet war einst für seine Silberminen bekannt, die zum Reichtum des Herzogtums beitrugen, mittlerweile jedoch längst versiegt sind. Heute hat der Name Münzwald eine weit dunklere Konnotation, so kennt man in der Stadt unzählige Geschichten über Räuber und Mörder die dort im dichten Unterholz ihr Unwesen treiben. Verschiedene Sühnesteine, die man nahe den Waldwegen findet zeugen von den Bluttaten die sich dort abgespielt haben sollen. Seit der [[Verheerung]] ist die Gegend jedoch tatsächlich ein heißes Pflaster für allerlei Unholde geworden.
Nördlich der Hold und östlich des Flusses Ähr, beginnt der Münzwald. Das stark bewaldete Gebiet war einst für seine Silberminen bekannt, die zum Reichtum des Herzogtums beitrugen, mittlerweile jedoch längst versiegt sind. Heute hat der Name Münzwald eine weit dunklere Konnotation, so kennt man in der Stadt unzählige Geschichten über Räuber und Mörder die dort im dichten Unterholz ihr Unwesen treiben. Verschiedene Sühnesteine, die man nahe den Waldwegen findet zeugen von den Bluttaten die sich dort abgespielt haben sollen. Seit der [[Verheerung]] ist die Gegend jedoch tatsächlich ein heißes Pflaster für allerlei Unholde geworden.


== Westähr ==
=== Westähr ===
Die westlich des Flusses Ähr gelegene Gegend ist mit ihren sanften Hügeln und lichten Wäldchen hauptsächlich bekannt für die Land- und Viehwirtschaft. Im Gegenzug zum benachbarten Münzwald wurden hier große Teile der dichten Bewaldung gerodet um eine angenehme Weidelandschaft und fruchtbare Ackerböden zu schaffen. Besonders die im Herzogtum wichtige Schafhaltung hat auf den Dünen der Westährküste und den saftigen Wiesen im Herzland ihren Platz. Zudem ist die Region besonders reich an Flüssen, Bächen und Seen.
Die westlich des Flusses Ähr gelegene Gegend ist mit ihren sanften Hügeln und lichten Wäldchen hauptsächlich bekannt für die Land- und Viehwirtschaft. Im Gegenzug zum benachbarten Münzwald wurden hier große Teile der dichten Bewaldung gerodet um eine angenehme Weidelandschaft und fruchtbare Ackerböden zu schaffen. Besonders die im Herzogtum wichtige Schafhaltung hat auf den Dünen der Westährküste und den saftigen Wiesen im Herzland ihren Platz. Zudem ist die Region besonders reich an Flüssen, Bächen und Seen.


== Waid ==
=== Waid ===
Ganz im Süden der Insel liegt die landschaftlich abwechslungsreiche Waid mit ihren Mooren, Auenwäldern und Bergen. Wie in der Westähr findet man hier neben ausladenden Sandstränden imposante Kalkklippen. Neben der Stadt Holdern betrieben die Grafen der Waid historisch eigene Häfen und bewahrten sich stets eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber dem Herzog. Diese Unabhängigkeit resultierte jüngst in der [[Fehde gegen Mährstein]], weswegen sich die Waid heute in einer offenen Rebellion befindet und keine Siedler des Herzogtums zulässt.
Ganz im Süden der Insel liegt die landschaftlich abwechslungsreiche Waid mit ihren Mooren, Auenwäldern und Bergen. Wie in der Westähr findet man hier neben ausladenden Sandstränden imposante Kalkklippen. Neben der Stadt Holdern betrieben die Grafen der Waid historisch eigene Häfen und bewahrten sich stets eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber dem Herzog. Diese Unabhängigkeit resultierte jüngst in der [[Fehde gegen Mährstein]], weswegen sich die Waid heute in einer offenen Rebellion befindet und keine Siedler des Herzogtums zulässt.


== Mieden ==
=== Mieden ===
Die Mieden (von ''etwas meiden'') befinden sich im nördlichen Teil der Insel. Die karge Berglandschaft mit ihren tristen Kiesstränden ist wenig bewohnt und erinnert an das schottische Hochland. Neben dunklen Nadelwäldern und schroffen Felsformationen findet man hier einige blühende Heidelandschaften mit vielen gedrungenen Sträuchern. Im südöstlichen Teil der Mieden versperrt ein massives Gebirge den Weg. Der sogenannte Ziegenbuckel, auf dessen Gipfelzügen meist Schnee liegt stellt die höchste Erhebung der Insel dar. Der Ursprung des Namens Mieden mag als Warnung vor dem oft rauen Wetter und den tückischen Felsklüften verstanden werden, weswegen man die unwirtliche Gegend meiden solle. Die Bewohner von [[Holdern]] scherzen jedoch auch, dass man die eigenartigen Leute, die dort oben zurückgezogen und abgeschottet leben meiden müsse. In einem Gedicht heißt es:  
Die Mieden (von ''etwas meiden'') befinden sich im nördlichen Teil der Insel. Die karge Berglandschaft mit ihren tristen Kiesstränden ist wenig bewohnt und erinnert an das schottische Hochland. Neben dunklen Nadelwäldern und schroffen Felsformationen findet man hier einige blühende Heidelandschaften mit vielen gedrungenen Sträuchern. Im südöstlichen Teil der Mieden versperrt ein massives Gebirge den Weg. Der sogenannte Ziegenbuckel, auf dessen Gipfelzügen meist Schnee liegt stellt die höchste Erhebung der Insel dar. Der Ursprung des Namens Mieden mag als Warnung vor dem oft rauen Wetter und den tückischen Felsklüften verstanden werden, weswegen man die unwirtliche Gegend meiden solle. Die Bewohner von [[Holdern]] scherzen jedoch auch, dass man die eigenartigen Leute, die dort oben zurückgezogen und abgeschottet leben meiden müsse.
 
In einem Gedicht heißt es:  


''Ein Maid tat mich schwer lieben''<br>
''Ein Maid tat mich schwer lieben''<br>
Zeile 28: Zeile 30:
= Inseln =
= Inseln =
Die Hauptinsel Ottonien wird von einer Handvoll kleinerer Eilande umgeben. Während viele der unbedeutenderen Inseln der Einfachheit halber den angrenzenden Küstenlehen unterstellt wurden, sind die vier größten Inseln als eigenständige Lehen anerkannt.
Die Hauptinsel Ottonien wird von einer Handvoll kleinerer Eilande umgeben. Während viele der unbedeutenderen Inseln der Einfachheit halber den angrenzenden Küstenlehen unterstellt wurden, sind die vier größten Inseln als eigenständige Lehen anerkannt.
== Birkum ==
=== Birkum ===
Birkum ist die südlichste der vier Inseln und liegt in Sichtweite vor der Küste der Hold. Bekannt ist Birkum vor allem für seine windschiefen, aber dichten Birkenhaine, die den Siedlungen Schutz vor den ständigen Westwinden bieten. Durch den regen Schiffs- und Handelsverkehr mit Flandern hat die Insel einen gewissen Wohlstand erreicht. Die Bewohner gelten jedoch als eigenbrötlerisch und verschlossen. Unter den Festländern spottet man, sie zahlten ihren Zehnt nur deshalb so pünktlich an den Herzog in Holdern, um sich das Privileg zu erkaufen, ansonsten gänzlich in Ruhe gelassen zu werden.
Birkum ist die südlichste der vier Inseln und liegt in Sichtweite vor der Küste der Hold. Bekannt ist Birkum vor allem für seine windschiefen, aber dichten Birkenhaine, die den Siedlungen Schutz vor den ständigen Westwinden bieten. Durch den regen Schiffs- und Handelsverkehr mit Flandern hat die Insel einen gewissen Wohlstand erreicht. Die Bewohner gelten jedoch als eigenbrötlerisch und verschlossen. Unter den Festländern spottet man, sie zahlten ihren Zehnt nur deshalb so pünktlich an den Herzog in Holdern, um sich das Privileg zu erkaufen, ansonsten gänzlich in Ruhe gelassen zu werden.
== Klifferoog ==
=== Klifferoog ===
Trutzig und unnachgiebig erhebt sich Klifferoog aus der tosenden Nordsee. Wie der Name bereits andeutet, ist das Eiland von einer imposanten Steilküste umgeben, die es zu einer natürlichen Festung macht.
Trutzig und unnachgiebig erhebt sich Klifferoog aus der tosenden Nordsee. Wie der Name bereits andeutet, ist das Eiland von einer imposanten Steilküste umgeben, die es zu einer natürlichen Festung macht.
Von den Klippen aus lassen sich herannahende Schiffe aus Richtung Osten bereits Stunden vor ihrer Ankunft am Festland sichten.
Von den Klippen aus lassen sich herannahende Schiffe aus Richtung Osten bereits Stunden vor ihrer Ankunft am Festland sichten.
== Ostholm ==
=== Ostholm ===
Ostholm ist die kleinste der vier ottonischen Inseln und liegt östlich der Mündung der Schnad. Große Teile der Insel werden bei schweren Sturmfluten oft vollständig überspült. Einzig der zentrale Siedlungshügel bietet den Bewohnern und ihrem Vieh Schutz vor den tosenden Fluten.
Ostholm ist die kleinste der vier ottonischen Inseln und liegt östlich der Mündung der Schnad. Große Teile der Insel werden bei schweren Sturmfluten oft vollständig überspült. Einzig der zentrale Siedlungshügel bietet den Bewohnern und ihrem Vieh Schutz vor den tosenden Fluten.
== Stadenoog ==
=== Stadenoog ===
Stadenoog fungiert als das maritime Tor zur Westähr. Der Name leitet sich von „Stade“ ab, was einen festen Lade- oder Ankerplatz bezeichnet. Da die schwer beladenen Handelsschiffe aus England oft zu viel Tiefgang besitzen, um die tückischen Sandbänke entlang der Küste und Flussmündungen Ottoniens zu befahren, dient Stadenoog als wichtiger Umschlagplatz. Hier wird die Fracht auf flachgehende Schiffe umgeladen, welche die Waren anschließend sicher ins Innere der Insel transportieren.
Stadenoog fungiert als das maritime Tor zur Westähr. Der Name leitet sich von „Stade“ ab, was einen festen Lade- oder Ankerplatz bezeichnet. Da die schwer beladenen Handelsschiffe aus England oft zu viel Tiefgang besitzen, um die tückischen Sandbänke entlang der Küste und Flussmündungen Ottoniens zu befahren, dient Stadenoog als wichtiger Umschlagplatz. Hier wird die Fracht auf flachgehende Schiffe umgeladen, welche die Waren anschließend sicher ins Innere der Insel transportieren.


= Flüsse =
= Flüsse =
== Hauptströme des Landes ==
Die Insel Ottonien wird von vier großen Strömen durchschnitten, welche die natürlichen Grenzen zwischen den einzelnen Regionen ziehen. Da sie das ganze Jahr über reichlich Wasser führen, sind sie für die Binnenschifffahrt und den Transport von Gütern von unschätzbarem Wert.


== Hauptströme des Landes ==
=== Die Ähr ===
=== Die Ähr ===
Die Ähr (gesprochen "Ehr") ist der längste Fluss der Ottonischen Insel. Bekannt ist sie als Lebensader des Westens und dessen fruchtbarer Böden. Während die Binnenschiffahrt mithilfe von Zugpferden noch heute praktiziert wird, flößte man über sie in früheren Tagen das gute Holz aus den nördlichen Mieden bis hinab nach Holdern.
Die Ähr (gesprochen "Ehr") ist der längste Fluss der Ottonischen Insel und gilt seit jeher als die Lebensader des Westens. Durch ihre periodischen Überschwemmungen hält sie die angrenzenden Böden fruchtbar und sichert so die Ernten des Landes. Während die Binnenschifffahrt mithilfe von Zugpferden, die die Kähne an langen Leinen flussaufwärts ziehen, noch heute praktiziert wird, nutzte man die Strömung in früheren Tagen vor allem, um das Bauholz aus den nördlichen Mieden bis hinab in die Werften von Holdern zu flößen. Als geografische Barriere trennt sie die grüne Westähr im Süden von der Hold und bildet im Westen die Grenze der herzoglichen Ländereien zum düsteren Münzwald.


=== Die Mähr ===
=== Die Mähr ===
Die Mähr ist nach der Ähr der zweitgrößte Fluss der Lande und bildet die natürliche Grenze, welche die Hold von der rebellischen Waid im Süden trennt. Ihr Lauf ist zwar stetig, doch im Gegensatz zur geradlinigen Ähr ist die Mähr von tückischen Untiefen, kleinen bewachsenen Inseln und scharfen Wendungen geprägt. Diese Hindernisse fordern von den Schiffern höchstes Geschick und machen eine Fahrt flussaufwärts zu einem zeitintensiven Unterfangen, das oft die Hilfe ortskundiger Treidler oder flacher Kähne erfordert.
Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt der Fluss für den Handel im Süden unersetzlich. Er ist das Fundament für den immensen Wohlstand und den politischen Einfluss der Familie Mährstein. Da ihr Stammsitz weiter im Inland liegt, errichtete das Geschlecht die trutzige Berburg auf einem Hügel direkt an einer strategischen Flussschneise. Wer die Mähr befahren will, ist auf das Wohlwollen der Grafschaft Mährstein angewiesen. Sie allein entscheiden, welche Handelsschiffe aus dem Süden die Erlaubnis erhalten, ihre kostbaren Waren tief in das Inland der Insel zu transportieren.


=== Die Taune ===
=== Die Taune ===
Die Taune entspringt im Laughofer See, der wiederum von mehreren Bergbächen gespeist wird. Vom See aus fließt sie nach Westen und bildet dabei die Grenze zwischen dem Münzwald und der Hold. Auf ihrem Weg durchschneidet sie den dortigen Törfwald, den man nur an einer kleinen Furt überqueren kann. An dieser Furt mitten im Wald liegt ein kleiner Mühl-Hof.
Die Taune entspringt im Laughofer See, der wiederum von mehreren Bergbächen gespeist wird. Vom See aus fließt sie nach Westen und bildet dabei die Grenze zwischen dem Münzwald und der Hold. Auf ihrem Weg durchschneidet sie den dortigen Törfwald, den man nur an einer kleinen Furt überqueren kann. An dieser Furt mitten im Wald liegt ein kleiner Mühl-Hof. Hinter dem Hof fließt die Taune weiter durch den Wald, bis der Laienbach in sie mündet. An dieser Stelle verdoppelt sich ihre Breite. Anschließend strömt sie weiter westwärts durch das bewaldete Gebiet. Etwa auf halber Strecke fließt der kleine Sumpfbach in die Taune. Kurz bevor sie schließlich in die Ähr mündet, gibt es eine weitere wichtige Furt, die Reisenden den Übergang ermöglicht. Zuletzt umfließt die Taune eine kleine Insel, bevor sie endgültig mit den Wassern der Ähr verschmilzt.


Hinter dem Hof fließt die Taune weiter durch den Wald, bis der Laienbach in sie mündet. An dieser Stelle verdoppelt sich ihre Breite. Anschließend strömt sie weiter westwärts durch das bewaldete Gebiet. Etwa auf halber Strecke fließt der kleine Sumpfbach in die Taune. Danach folgt sie stetig ihrem westlichen Lauf.
=== Der Schnad ===
 
Der kurze aber breite Schnad ist ein Fluss des nordostens, der sich aus vielen kleinen Bergquellen des Ziegenbuckels speist und sich im Tal in einem breiten Sumpfe verliert. Der Schnad bildet die nördliche Grenze zwischen dem Münzwald und den Mieden, doch wird der Name von den Einheimischen nur mit gesenkter Stimme ausgesprochen. Der Legende nach soll einmal ein Jüngling den mühsamen Weg zum Wasserfall des Schnad auf sich genommen haben, um dort zu baden. Als er jedoch am späten Abend nicht wiederkehrte, machte sich das Dorf auf die Suche nach ihm. Sie fanden den Bergteich völlig verlassen, nicht einmal die Vögel waren noch da. Der Jüngling wurde nie wieder gesehen. Der Schnad hatte ihn geholt.
Kurz bevor sie schließlich in die Ähr mündet, gibt es eine weitere Furt. Zuletzt umfließt die Taune noch eine kleine Insel, bevor sie mit der Ähr verschmilzt.
 
=== Die Schnad ===
Der kurze aber breite Schnad ist ein Fluss des nordostens, der sich aus vielen kleinen Bergquellen des Ziegenbuckels speist und sich im Tal in einem breiten Sumpfe verliert. Der Legende nach soll einmal ein Jüngling den mühsamen Weg zum Wasserfall des Schnad auf sich genommen haben, um dort zu baden. Als er jedoch am späten Abend nicht wiederkehrte, machte sich das Dorf auf die Suche nach ihm. Sie fanden den Bergteich völlig verlassen, nicht einmal die Vögel waren noch da. Der Jüngling wurde nie wieder gesehen. Der Schnad hatte ihn geholt.


== Nebenflüsse und Zuflüsse ==
== Nebenflüsse und Zuflüsse ==
Zeile 63: Zeile 64:
=== Die Glade ===
=== Die Glade ===
=== Der Hog ===
=== Der Hog ===
Der Hog ist ein kleiner Fluss am südlichen Ende der Region Heidenheim. Er ist vor allem bei den Leuten aus Quelltal durch die Sage des Hoghüters bekannt. Die Sage lautet wie folgt:
Der Hog ist ein kleiner Fluss am südlichen Ende der Region Heidenheim. Er ist vor allem bei den Leuten aus Quelltal durch [[Die Sage vom Hoghüter|die Sage des Hoghüters]] bekannt.
Im Dorfe Quelltal, da nicht ferne der Fluss Hog sein sanftes Bett durch Tal und Au windet, erzählt man sich mit ehrfürchtigem Munde die alte Sage vom Hoghüter, wie ihn die Leute nennen, die Gottesfurcht im Herzen tragen. Eine uralte Kreatur sei es, ein Wächter des Wassers, der seit der Tage der ersten Menschen über den Hog wachet. Jene, die mit lauterm Sinn und redlichem Gemüt zu ihm treten, werden von ihm mild bedacht, doch wer in Gier, Zorn oder Spott daherkommt, den reißet der Fluss zu sich hinab, auf daß er der Strafe nicht entgehe.
 
Es war zu einer Zeit im warmen Sommer, da ein fahrender Händler die Lande durchzog und auch in Quelltal Einkehr hielt. Vom Volke erfuhr er vom Hoghüter und seinem geheimen Walten. Doch der Händler, stolz und voll Hoffart, verlachte die Sage. Er prahlte, kein Flussgeist, kein Dämon, kein Gott vermöge ihm zu trotzen, denn nimmer sei ihm verwehrt worden, was er verlangte.
 
So zog er denn zum Hog, forderte mit hochmütigem Ton einen Gulden aus des Hüters Hand, auf daß er sich beweise. Dann setzte er sich ans Ufer, schlug seinen Krug mit edlem Weine auf und harrte, trinkend und lachend, auf das Wunder.
 
Doch als am Morgen die Leute aus Quelltal kamen, war der Platz leer. Kein Laut, kein Tritt verriet des Händlers Pfad. Nur ein leerer Krug lag am Uferrand – der Boden war aufgerissen, vom Wasser untergraben. Da wusste man: Der Hoghüter hatte gerichtet.
 
Seit jenen Tagen heißt es, dass der Hoghüter Güte und Demut mit mildem Segen lohne, doch die Gier und den Stolz mit stillem Zorn heimhole. Und also legen die frommen Leute von Quelltal zu Sommerbeginn einen Kranz aus Ringelblumen an das Ufer, auf daß das Jahr fruchtbar werde und die Netze sich mit Fisch füllen mögen. Und man raunt, dass der Hüter des Hog gar einem reinen Herzen einen Wunsch zu schenken vermag – wenn das Wasser selbst das Wort spricht.


=== Die Kliewe ===
=== Die Kliewe ===
Zeile 100: Zeile 92:


= Seen =
= Seen =
== Der Teufelskessel ==
=== Der Teufelskessel ===
== Der Iselsee ==
=== Der Iselsee ===
== Die Lanke ==
=== Die Lanke ===
== Der Heidsee ==
=== Der Heidsee ===
== Der Laughofer See ==
=== Der Laughofer See ===
== Der Holmsee ==
=== Der Holmsee ===
== Der Nadelteich ==
=== Der Nadelteich ===


= Gebirge =
= Gebirge =
== Die Angerberge ==
=== Die Angerberge ===
== Das Angelhorn ==
=== Das Angelhorn ===
== Der Strodergipfel ==
=== Der Strodergipfel ===
== Der Mährsteiner Höhenzug ==  
=== Der Mährsteiner Höhenzug ===
== Der Findelberg ==
=== Der Findelberg ===
== Die Himmelsstufe ==
=== Die Himmelsstufe ===
== Das Zorntaler Mittelgebirge ==
=== Das Zorntaler Mittelgebirge ===


= Wälder =
= Wälder =
== Der Klauenwald ==
=== Der Klauenwald ===
== Der Mönchswald ==
=== Der Mönchswald ===

Aktuelle Version vom 5. April 2026, 13:17 Uhr

Die Insel Ottonien befindet sich in der Nordsee und markiert die höchste Erhebung der Doggerbank über dem Meeresspiegel. Das Eiland liegt in etwa auf dem halben Weg zwischen den britischen Inseln im Westen und dem südnorwegischen Festland im Osten. Im Süden sind die Küsten Flanderns bei mildem Seegang in einem Tag zu erreichen.

Die Geographie der Insel Ottonien wurde durch die Bemühungen des ehemaligen Herzogs Gottfried von Memleben festgehalten. Ein Werk, welches bis heute das Fundament für die allgemeine Kenntnis über die entlegene Region Ottonien bildet. Mit dem Ziel, die Steuerlast zu erhöhen, führte Herzog Gottfried eine weitreichende Erfassung der Landbesitzverhältnisse und des Viehbestands nach dem Vorbild des Doomsday Books durch. Dabei gab er die Niederschrift volkstümlicher Ortsbezeichnungen in Flurnamenlisten und Erstellung detaillierter Karten in Auftrag.

Regionen

Regionen: Hold (blau), Westähr (orange), Münzwald (grün), Mieden (hellblau), Waid (pink)

Inseln: Birkum (rot), Stadenoog (gelb), Klifferoog (grau), Ostholm (türkis)

Hold

Die Hold ist die bevölkerungsreichste und wirtschaftlich wie politisch bedeutendste Region der Insel. In ihrem Herzen befindet sich das Städtchen Holdern, das mit seiner mächtigen Burg als Sitz des Herzogs dient. Die Hold profitiert sehr vom Fernhandel mit England, sowie Flandern, und fungiert als Handelszentrum der Ottonischen Insel. Alle möglichen Waren der Insel werden entlang der Taune und Ähr nach Holdern transportiert und dort an Fernhändler verkauft. Die Hold grenzt im Westen entlang der Ähr an die Region Westähr, im Norden an den Münzwald, und im Osten entlang der Mähr an die Waid.

Münzwald

Nördlich der Hold und östlich des Flusses Ähr, beginnt der Münzwald. Das stark bewaldete Gebiet war einst für seine Silberminen bekannt, die zum Reichtum des Herzogtums beitrugen, mittlerweile jedoch längst versiegt sind. Heute hat der Name Münzwald eine weit dunklere Konnotation, so kennt man in der Stadt unzählige Geschichten über Räuber und Mörder die dort im dichten Unterholz ihr Unwesen treiben. Verschiedene Sühnesteine, die man nahe den Waldwegen findet zeugen von den Bluttaten die sich dort abgespielt haben sollen. Seit der Verheerung ist die Gegend jedoch tatsächlich ein heißes Pflaster für allerlei Unholde geworden.

Westähr

Die westlich des Flusses Ähr gelegene Gegend ist mit ihren sanften Hügeln und lichten Wäldchen hauptsächlich bekannt für die Land- und Viehwirtschaft. Im Gegenzug zum benachbarten Münzwald wurden hier große Teile der dichten Bewaldung gerodet um eine angenehme Weidelandschaft und fruchtbare Ackerböden zu schaffen. Besonders die im Herzogtum wichtige Schafhaltung hat auf den Dünen der Westährküste und den saftigen Wiesen im Herzland ihren Platz. Zudem ist die Region besonders reich an Flüssen, Bächen und Seen.

Waid

Ganz im Süden der Insel liegt die landschaftlich abwechslungsreiche Waid mit ihren Mooren, Auenwäldern und Bergen. Wie in der Westähr findet man hier neben ausladenden Sandstränden imposante Kalkklippen. Neben der Stadt Holdern betrieben die Grafen der Waid historisch eigene Häfen und bewahrten sich stets eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber dem Herzog. Diese Unabhängigkeit resultierte jüngst in der Fehde gegen Mährstein, weswegen sich die Waid heute in einer offenen Rebellion befindet und keine Siedler des Herzogtums zulässt.

Mieden

Die Mieden (von etwas meiden) befinden sich im nördlichen Teil der Insel. Die karge Berglandschaft mit ihren tristen Kiesstränden ist wenig bewohnt und erinnert an das schottische Hochland. Neben dunklen Nadelwäldern und schroffen Felsformationen findet man hier einige blühende Heidelandschaften mit vielen gedrungenen Sträuchern. Im südöstlichen Teil der Mieden versperrt ein massives Gebirge den Weg. Der sogenannte Ziegenbuckel, auf dessen Gipfelzügen meist Schnee liegt stellt die höchste Erhebung der Insel dar. Der Ursprung des Namens Mieden mag als Warnung vor dem oft rauen Wetter und den tückischen Felsklüften verstanden werden, weswegen man die unwirtliche Gegend meiden solle. Die Bewohner von Holdern scherzen jedoch auch, dass man die eigenartigen Leute, die dort oben zurückgezogen und abgeschottet leben meiden müsse.

In einem Gedicht heißt es:

Ein Maid tat mich schwer lieben
Doch kams wohl aus den Mieden
Drum bin ich ihr fort geblieben
und rasch aufs Ross gestiegen.

Inseln

Die Hauptinsel Ottonien wird von einer Handvoll kleinerer Eilande umgeben. Während viele der unbedeutenderen Inseln der Einfachheit halber den angrenzenden Küstenlehen unterstellt wurden, sind die vier größten Inseln als eigenständige Lehen anerkannt.

Birkum

Birkum ist die südlichste der vier Inseln und liegt in Sichtweite vor der Küste der Hold. Bekannt ist Birkum vor allem für seine windschiefen, aber dichten Birkenhaine, die den Siedlungen Schutz vor den ständigen Westwinden bieten. Durch den regen Schiffs- und Handelsverkehr mit Flandern hat die Insel einen gewissen Wohlstand erreicht. Die Bewohner gelten jedoch als eigenbrötlerisch und verschlossen. Unter den Festländern spottet man, sie zahlten ihren Zehnt nur deshalb so pünktlich an den Herzog in Holdern, um sich das Privileg zu erkaufen, ansonsten gänzlich in Ruhe gelassen zu werden.

Klifferoog

Trutzig und unnachgiebig erhebt sich Klifferoog aus der tosenden Nordsee. Wie der Name bereits andeutet, ist das Eiland von einer imposanten Steilküste umgeben, die es zu einer natürlichen Festung macht. Von den Klippen aus lassen sich herannahende Schiffe aus Richtung Osten bereits Stunden vor ihrer Ankunft am Festland sichten.

Ostholm

Ostholm ist die kleinste der vier ottonischen Inseln und liegt östlich der Mündung der Schnad. Große Teile der Insel werden bei schweren Sturmfluten oft vollständig überspült. Einzig der zentrale Siedlungshügel bietet den Bewohnern und ihrem Vieh Schutz vor den tosenden Fluten.

Stadenoog

Stadenoog fungiert als das maritime Tor zur Westähr. Der Name leitet sich von „Stade“ ab, was einen festen Lade- oder Ankerplatz bezeichnet. Da die schwer beladenen Handelsschiffe aus England oft zu viel Tiefgang besitzen, um die tückischen Sandbänke entlang der Küste und Flussmündungen Ottoniens zu befahren, dient Stadenoog als wichtiger Umschlagplatz. Hier wird die Fracht auf flachgehende Schiffe umgeladen, welche die Waren anschließend sicher ins Innere der Insel transportieren.

Flüsse

Hauptströme des Landes

Die Insel Ottonien wird von vier großen Strömen durchschnitten, welche die natürlichen Grenzen zwischen den einzelnen Regionen ziehen. Da sie das ganze Jahr über reichlich Wasser führen, sind sie für die Binnenschifffahrt und den Transport von Gütern von unschätzbarem Wert.

Die Ähr

Die Ähr (gesprochen "Ehr") ist der längste Fluss der Ottonischen Insel und gilt seit jeher als die Lebensader des Westens. Durch ihre periodischen Überschwemmungen hält sie die angrenzenden Böden fruchtbar und sichert so die Ernten des Landes. Während die Binnenschifffahrt mithilfe von Zugpferden, die die Kähne an langen Leinen flussaufwärts ziehen, noch heute praktiziert wird, nutzte man die Strömung in früheren Tagen vor allem, um das Bauholz aus den nördlichen Mieden bis hinab in die Werften von Holdern zu flößen. Als geografische Barriere trennt sie die grüne Westähr im Süden von der Hold und bildet im Westen die Grenze der herzoglichen Ländereien zum düsteren Münzwald.

Die Mähr

Die Mähr ist nach der Ähr der zweitgrößte Fluss der Lande und bildet die natürliche Grenze, welche die Hold von der rebellischen Waid im Süden trennt. Ihr Lauf ist zwar stetig, doch im Gegensatz zur geradlinigen Ähr ist die Mähr von tückischen Untiefen, kleinen bewachsenen Inseln und scharfen Wendungen geprägt. Diese Hindernisse fordern von den Schiffern höchstes Geschick und machen eine Fahrt flussaufwärts zu einem zeitintensiven Unterfangen, das oft die Hilfe ortskundiger Treidler oder flacher Kähne erfordert.

Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt der Fluss für den Handel im Süden unersetzlich. Er ist das Fundament für den immensen Wohlstand und den politischen Einfluss der Familie Mährstein. Da ihr Stammsitz weiter im Inland liegt, errichtete das Geschlecht die trutzige Berburg auf einem Hügel direkt an einer strategischen Flussschneise. Wer die Mähr befahren will, ist auf das Wohlwollen der Grafschaft Mährstein angewiesen. Sie allein entscheiden, welche Handelsschiffe aus dem Süden die Erlaubnis erhalten, ihre kostbaren Waren tief in das Inland der Insel zu transportieren.

Die Taune

Die Taune entspringt im Laughofer See, der wiederum von mehreren Bergbächen gespeist wird. Vom See aus fließt sie nach Westen und bildet dabei die Grenze zwischen dem Münzwald und der Hold. Auf ihrem Weg durchschneidet sie den dortigen Törfwald, den man nur an einer kleinen Furt überqueren kann. An dieser Furt mitten im Wald liegt ein kleiner Mühl-Hof. Hinter dem Hof fließt die Taune weiter durch den Wald, bis der Laienbach in sie mündet. An dieser Stelle verdoppelt sich ihre Breite. Anschließend strömt sie weiter westwärts durch das bewaldete Gebiet. Etwa auf halber Strecke fließt der kleine Sumpfbach in die Taune. Kurz bevor sie schließlich in die Ähr mündet, gibt es eine weitere wichtige Furt, die Reisenden den Übergang ermöglicht. Zuletzt umfließt die Taune eine kleine Insel, bevor sie endgültig mit den Wassern der Ähr verschmilzt.

Der Schnad

Der kurze aber breite Schnad ist ein Fluss des nordostens, der sich aus vielen kleinen Bergquellen des Ziegenbuckels speist und sich im Tal in einem breiten Sumpfe verliert. Der Schnad bildet die nördliche Grenze zwischen dem Münzwald und den Mieden, doch wird der Name von den Einheimischen nur mit gesenkter Stimme ausgesprochen. Der Legende nach soll einmal ein Jüngling den mühsamen Weg zum Wasserfall des Schnad auf sich genommen haben, um dort zu baden. Als er jedoch am späten Abend nicht wiederkehrte, machte sich das Dorf auf die Suche nach ihm. Sie fanden den Bergteich völlig verlassen, nicht einmal die Vögel waren noch da. Der Jüngling wurde nie wieder gesehen. Der Schnad hatte ihn geholt.

Nebenflüsse und Zuflüsse

Die Breed

Der Ehring

Die Flote

Die Glade

Der Hog

Der Hog ist ein kleiner Fluss am südlichen Ende der Region Heidenheim. Er ist vor allem bei den Leuten aus Quelltal durch die Sage des Hoghüters bekannt.

Die Kliewe

Die Limme

Die Limme ist ein munterer Tributär der Ähr, gelegen in der Westähr. Die Augen, die sie umgeben dienen den Nutztieren zur Erfrischung.

Die Polt

Die Riehme

Die Risse

Die Uhse

Die Waede

Der Wess

Die Angerschnelle

Bäche und Gräben

Die Groschen

Die Fierf

Die Kelt

Die Rieger

Die Heidenach

Der Sauerbach

Die Riefwasser

Der Küstengraben

Der Laienbach

Die Rehtränke

Der Mumm

Seen

Der Teufelskessel

Der Iselsee

Die Lanke

Der Heidsee

Der Laughofer See

Der Holmsee

Der Nadelteich

Gebirge

Die Angerberge

Das Angelhorn

Der Strodergipfel

Der Mährsteiner Höhenzug

Der Findelberg

Die Himmelsstufe

Das Zorntaler Mittelgebirge

Wälder

Der Klauenwald

Der Mönchswald