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== Hold == | === Hold === | ||
Die Hold ist die bevölkerungsreichste und wirtschaftlich wie politisch bedeutendste Region der Insel. In ihrem Herzen befindet sich das Städtchen [[Holdern]], das mit seiner mächtigen Burg als Sitz des [[Heinrich von Memleben|Herzogs]] dient. Die Hold profitiert sehr vom Fernhandel mit England, sowie Flandern, und fungiert als Handelszentrum der Ottonischen Insel. Alle möglichen Waren der Insel werden entlang der Taune und Ähr nach Holdern transportiert und dort an Fernhändler verkauft. Die Hold grenzt im Westen entlang der Ähr an die Region Westähr, im Norden an den Münzwald, und im Osten entlang der Mähr an die Waid. | Die Hold ist die bevölkerungsreichste und wirtschaftlich wie politisch bedeutendste Region der Insel. In ihrem Herzen befindet sich das Städtchen [[Holdern]], das mit seiner mächtigen Burg als Sitz des [[Heinrich von Memleben|Herzogs]] dient. Die Hold profitiert sehr vom Fernhandel mit England, sowie Flandern, und fungiert als Handelszentrum der Ottonischen Insel. Alle möglichen Waren der Insel werden entlang der Taune und Ähr nach Holdern transportiert und dort an Fernhändler verkauft. Die Hold grenzt im Westen entlang der Ähr an die Region Westähr, im Norden an den Münzwald, und im Osten entlang der Mähr an die Waid. | ||
== Münzwald == | === Münzwald === | ||
Nördlich der Hold und östlich des Flusses Ähr, beginnt der Münzwald. Das stark bewaldete Gebiet war einst für seine Silberminen bekannt, die zum Reichtum des Herzogtums beitrugen, mittlerweile jedoch längst versiegt sind. Heute hat der Name Münzwald eine weit dunklere Konnotation, so kennt man in der Stadt unzählige Geschichten über Räuber und Mörder die dort im dichten Unterholz ihr Unwesen treiben. Verschiedene Sühnesteine, die man nahe den Waldwegen findet zeugen von den Bluttaten die sich dort abgespielt haben sollen. Seit der [[Verheerung]] ist die Gegend jedoch tatsächlich ein heißes Pflaster für allerlei Unholde geworden. | Nördlich der Hold und östlich des Flusses Ähr, beginnt der Münzwald. Das stark bewaldete Gebiet war einst für seine Silberminen bekannt, die zum Reichtum des Herzogtums beitrugen, mittlerweile jedoch längst versiegt sind. Heute hat der Name Münzwald eine weit dunklere Konnotation, so kennt man in der Stadt unzählige Geschichten über Räuber und Mörder die dort im dichten Unterholz ihr Unwesen treiben. Verschiedene Sühnesteine, die man nahe den Waldwegen findet zeugen von den Bluttaten die sich dort abgespielt haben sollen. Seit der [[Verheerung]] ist die Gegend jedoch tatsächlich ein heißes Pflaster für allerlei Unholde geworden. | ||
== Westähr == | === Westähr === | ||
Die westlich des Flusses Ähr gelegene Gegend ist mit ihren sanften Hügeln und lichten Wäldchen hauptsächlich bekannt für die Land- und Viehwirtschaft. Im Gegenzug zum benachbarten Münzwald wurden hier große Teile der dichten Bewaldung gerodet um eine angenehme Weidelandschaft und fruchtbare Ackerböden zu schaffen. Besonders die im Herzogtum wichtige Schafhaltung hat auf den Dünen der Westährküste und den saftigen Wiesen im Herzland ihren Platz. Zudem ist die Region besonders reich an Flüssen, Bächen und Seen. | Die westlich des Flusses Ähr gelegene Gegend ist mit ihren sanften Hügeln und lichten Wäldchen hauptsächlich bekannt für die Land- und Viehwirtschaft. Im Gegenzug zum benachbarten Münzwald wurden hier große Teile der dichten Bewaldung gerodet um eine angenehme Weidelandschaft und fruchtbare Ackerböden zu schaffen. Besonders die im Herzogtum wichtige Schafhaltung hat auf den Dünen der Westährküste und den saftigen Wiesen im Herzland ihren Platz. Zudem ist die Region besonders reich an Flüssen, Bächen und Seen. | ||
== Waid == | === Waid === | ||
Ganz im Süden der Insel liegt die landschaftlich abwechslungsreiche Waid mit ihren Mooren, Auenwäldern und Bergen. Wie in der Westähr findet man hier neben ausladenden Sandstränden imposante Kalkklippen. Neben der Stadt Holdern betrieben die Grafen der Waid historisch eigene Häfen und bewahrten sich stets eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber dem Herzog. Diese Unabhängigkeit resultierte jüngst in der [[Fehde gegen Mährstein]], weswegen sich die Waid heute in einer offenen Rebellion befindet und keine Siedler des Herzogtums zulässt. | Ganz im Süden der Insel liegt die landschaftlich abwechslungsreiche Waid mit ihren Mooren, Auenwäldern und Bergen. Wie in der Westähr findet man hier neben ausladenden Sandstränden imposante Kalkklippen. Neben der Stadt Holdern betrieben die Grafen der Waid historisch eigene Häfen und bewahrten sich stets eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber dem Herzog. Diese Unabhängigkeit resultierte jüngst in der [[Fehde gegen Mährstein]], weswegen sich die Waid heute in einer offenen Rebellion befindet und keine Siedler des Herzogtums zulässt. | ||
== Mieden == | === Mieden === | ||
Die Mieden (von ''etwas meiden'') befinden sich im nördlichen Teil der Insel. Die karge Berglandschaft mit ihren tristen Kiesstränden ist wenig bewohnt und erinnert an das schottische Hochland. Neben dunklen Nadelwäldern und schroffen Felsformationen findet man hier einige blühende Heidelandschaften mit vielen gedrungenen Sträuchern. Im südöstlichen Teil der Mieden versperrt ein massives Gebirge den Weg. Der sogenannte Ziegenbuckel, auf dessen Gipfelzügen meist Schnee liegt stellt die höchste Erhebung der Insel dar. Der Ursprung des Namens Mieden mag als Warnung vor dem oft rauen Wetter und den tückischen Felsklüften verstanden werden, weswegen man die unwirtliche Gegend meiden solle. Die Bewohner von [[Holdern]] scherzen jedoch auch, dass man die eigenartigen Leute, die dort oben zurückgezogen und abgeschottet leben meiden müsse. In einem Gedicht heißt es: | Die Mieden (von ''etwas meiden'') befinden sich im nördlichen Teil der Insel. Die karge Berglandschaft mit ihren tristen Kiesstränden ist wenig bewohnt und erinnert an das schottische Hochland. Neben dunklen Nadelwäldern und schroffen Felsformationen findet man hier einige blühende Heidelandschaften mit vielen gedrungenen Sträuchern. Im südöstlichen Teil der Mieden versperrt ein massives Gebirge den Weg. Der sogenannte Ziegenbuckel, auf dessen Gipfelzügen meist Schnee liegt stellt die höchste Erhebung der Insel dar. Der Ursprung des Namens Mieden mag als Warnung vor dem oft rauen Wetter und den tückischen Felsklüften verstanden werden, weswegen man die unwirtliche Gegend meiden solle. Die Bewohner von [[Holdern]] scherzen jedoch auch, dass man die eigenartigen Leute, die dort oben zurückgezogen und abgeschottet leben meiden müsse. | ||
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''Ein Maid tat mich schwer lieben''<br> | ''Ein Maid tat mich schwer lieben''<br> | ||
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= Inseln = | = Inseln = | ||
Die Hauptinsel Ottonien wird von einer Handvoll kleinerer Eilande umgeben. Während viele der unbedeutenderen Inseln der Einfachheit halber den angrenzenden Küstenlehen unterstellt wurden, sind die vier größten Inseln als eigenständige Lehen anerkannt. | Die Hauptinsel Ottonien wird von einer Handvoll kleinerer Eilande umgeben. Während viele der unbedeutenderen Inseln der Einfachheit halber den angrenzenden Küstenlehen unterstellt wurden, sind die vier größten Inseln als eigenständige Lehen anerkannt. | ||
== Birkum == | === Birkum === | ||
Birkum ist die südlichste der vier Inseln und liegt in Sichtweite vor der Küste der Hold. Bekannt ist Birkum vor allem für seine windschiefen, aber dichten Birkenhaine, die den Siedlungen Schutz vor den ständigen Westwinden bieten. Durch den regen Schiffs- und Handelsverkehr mit Flandern hat die Insel einen gewissen Wohlstand erreicht. Die Bewohner gelten jedoch als eigenbrötlerisch und verschlossen. Unter den Festländern spottet man, sie zahlten ihren Zehnt nur deshalb so pünktlich an den Herzog in Holdern, um sich das Privileg zu erkaufen, ansonsten gänzlich in Ruhe gelassen zu werden. | Birkum ist die südlichste der vier Inseln und liegt in Sichtweite vor der Küste der Hold. Bekannt ist Birkum vor allem für seine windschiefen, aber dichten Birkenhaine, die den Siedlungen Schutz vor den ständigen Westwinden bieten. Durch den regen Schiffs- und Handelsverkehr mit Flandern hat die Insel einen gewissen Wohlstand erreicht. Die Bewohner gelten jedoch als eigenbrötlerisch und verschlossen. Unter den Festländern spottet man, sie zahlten ihren Zehnt nur deshalb so pünktlich an den Herzog in Holdern, um sich das Privileg zu erkaufen, ansonsten gänzlich in Ruhe gelassen zu werden. | ||
== Klifferoog == | === Klifferoog === | ||
Trutzig und unnachgiebig erhebt sich Klifferoog aus der tosenden Nordsee. Wie der Name bereits andeutet, ist das Eiland von einer imposanten Steilküste umgeben, die es zu einer natürlichen Festung macht. | Trutzig und unnachgiebig erhebt sich Klifferoog aus der tosenden Nordsee. Wie der Name bereits andeutet, ist das Eiland von einer imposanten Steilküste umgeben, die es zu einer natürlichen Festung macht. | ||
Von den Klippen aus lassen sich herannahende Schiffe aus Richtung Osten bereits Stunden vor ihrer Ankunft am Festland sichten. | Von den Klippen aus lassen sich herannahende Schiffe aus Richtung Osten bereits Stunden vor ihrer Ankunft am Festland sichten. | ||
== Ostholm == | === Ostholm === | ||
Ostholm ist die kleinste der vier ottonischen Inseln und liegt östlich der Mündung der Schnad. Große Teile der Insel werden bei schweren Sturmfluten oft vollständig überspült. Einzig der zentrale Siedlungshügel bietet den Bewohnern und ihrem Vieh Schutz vor den tosenden Fluten. | Ostholm ist die kleinste der vier ottonischen Inseln und liegt östlich der Mündung der Schnad. Große Teile der Insel werden bei schweren Sturmfluten oft vollständig überspült. Einzig der zentrale Siedlungshügel bietet den Bewohnern und ihrem Vieh Schutz vor den tosenden Fluten. | ||
== Stadenoog == | === Stadenoog === | ||
Stadenoog fungiert als das maritime Tor zur Westähr. Der Name leitet sich von „Stade“ ab, was einen festen Lade- oder Ankerplatz bezeichnet. Da die schwer beladenen Handelsschiffe aus England oft zu viel Tiefgang besitzen, um die tückischen Sandbänke entlang der Küste und Flussmündungen Ottoniens zu befahren, dient Stadenoog als wichtiger Umschlagplatz. Hier wird die Fracht auf flachgehende Schiffe umgeladen, welche die Waren anschließend sicher ins Innere der Insel transportieren. | Stadenoog fungiert als das maritime Tor zur Westähr. Der Name leitet sich von „Stade“ ab, was einen festen Lade- oder Ankerplatz bezeichnet. Da die schwer beladenen Handelsschiffe aus England oft zu viel Tiefgang besitzen, um die tückischen Sandbänke entlang der Küste und Flussmündungen Ottoniens zu befahren, dient Stadenoog als wichtiger Umschlagplatz. Hier wird die Fracht auf flachgehende Schiffe umgeladen, welche die Waren anschließend sicher ins Innere der Insel transportieren. | ||
= Flüsse = | = Flüsse = | ||
== Hauptströme des Landes == | |||
Die Insel Ottonien wird von vier großen Strömen durchschnitten, welche die natürlichen Grenzen zwischen den einzelnen Regionen ziehen. Da sie das ganze Jahr über reichlich Wasser führen, sind sie für die Binnenschifffahrt und den Transport von Gütern von unschätzbarem Wert. | |||
=== Die Ähr === | === Die Ähr === | ||
Die Ähr (gesprochen "Ehr") ist der längste Fluss der Ottonischen Insel | Die Ähr (gesprochen "Ehr") ist der längste Fluss der Ottonischen Insel und gilt seit jeher als die Lebensader des Westens. Durch ihre periodischen Überschwemmungen hält sie die angrenzenden Böden fruchtbar und sichert so die Ernten des Landes. Während die Binnenschifffahrt mithilfe von Zugpferden, die die Kähne an langen Leinen flussaufwärts ziehen, noch heute praktiziert wird, nutzte man die Strömung in früheren Tagen vor allem, um das Bauholz aus den nördlichen Mieden bis hinab in die Werften von Holdern zu flößen. Als geografische Barriere trennt sie die grüne Westähr im Süden von der Hold und bildet im Westen die Grenze der herzoglichen Ländereien zum düsteren Münzwald. | ||
=== Die Mähr === | === Die Mähr === | ||
Die Mähr ist nach der Ähr der zweitgrößte Fluss der Lande und bildet die natürliche Grenze, welche die Hold von der rebellischen Waid im Süden trennt. Ihr Lauf ist zwar stetig, doch im Gegensatz zur geradlinigen Ähr ist die Mähr von tückischen Untiefen, kleinen bewachsenen Inseln und scharfen Wendungen geprägt. Diese Hindernisse fordern von den Schiffern höchstes Geschick und machen eine Fahrt flussaufwärts zu einem zeitintensiven Unterfangen, das oft die Hilfe ortskundiger Treidler oder flacher Kähne erfordert. | |||
Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt der Fluss für den Handel im Süden unersetzlich. Er ist das Fundament für den immensen Wohlstand und den politischen Einfluss der Familie Mährstein. Da ihr Stammsitz weiter im Inland liegt, errichtete das Geschlecht die trutzige Berburg auf einem Hügel direkt an einer strategischen Flussschneise. Wer die Mähr befahren will, ist auf das Wohlwollen der Grafschaft Mährstein angewiesen. Sie allein entscheiden, welche Handelsschiffe aus dem Süden die Erlaubnis erhalten, ihre kostbaren Waren tief in das Inland der Insel zu transportieren. | |||
=== Die Taune === | === Die Taune === | ||
Die Taune entspringt im Laughofer See, der wiederum von mehreren Bergbächen gespeist wird. Vom See aus fließt sie nach Westen und bildet dabei die Grenze zwischen dem Münzwald und der Hold. Auf ihrem Weg durchschneidet sie den dortigen Törfwald, den man nur an einer kleinen Furt überqueren kann. An dieser Furt mitten im Wald liegt ein kleiner Mühl-Hof. | Die Taune entspringt im Laughofer See, der wiederum von mehreren Bergbächen gespeist wird. Vom See aus fließt sie nach Westen und bildet dabei die Grenze zwischen dem Münzwald und der Hold. Auf ihrem Weg durchschneidet sie den dortigen Törfwald, den man nur an einer kleinen Furt überqueren kann. An dieser Furt mitten im Wald liegt ein kleiner Mühl-Hof. Hinter dem Hof fließt die Taune weiter durch den Wald, bis der Laienbach in sie mündet. An dieser Stelle verdoppelt sich ihre Breite. Anschließend strömt sie weiter westwärts durch das bewaldete Gebiet. Etwa auf halber Strecke fließt der kleine Sumpfbach in die Taune. Kurz bevor sie schließlich in die Ähr mündet, gibt es eine weitere wichtige Furt, die Reisenden den Übergang ermöglicht. Zuletzt umfließt die Taune eine kleine Insel, bevor sie endgültig mit den Wassern der Ähr verschmilzt. | ||
=== Der Schnad === | |||
Der kurze aber breite Schnad ist ein Fluss des nordostens, der sich aus vielen kleinen Bergquellen des Ziegenbuckels speist und sich im Tal in einem breiten Sumpfe verliert. Der Schnad bildet die nördliche Grenze zwischen dem Münzwald und den Mieden, doch wird der Name von den Einheimischen nur mit gesenkter Stimme ausgesprochen. Der Legende nach soll einmal ein Jüngling den mühsamen Weg zum Wasserfall des Schnad auf sich genommen haben, um dort zu baden. Als er jedoch am späten Abend nicht wiederkehrte, machte sich das Dorf auf die Suche nach ihm. Sie fanden den Bergteich völlig verlassen, nicht einmal die Vögel waren noch da. Der Jüngling wurde nie wieder gesehen. Der Schnad hatte ihn geholt. | |||
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Der kurze aber breite Schnad ist ein Fluss des nordostens, der sich aus vielen kleinen Bergquellen des Ziegenbuckels speist und sich im Tal in einem breiten Sumpfe verliert. Der Legende nach soll einmal ein Jüngling den mühsamen Weg zum Wasserfall des Schnad auf sich genommen haben, um dort zu baden. Als er jedoch am späten Abend nicht wiederkehrte, machte sich das Dorf auf die Suche nach ihm. Sie fanden den Bergteich völlig verlassen, nicht einmal die Vögel waren noch da. Der Jüngling wurde nie wieder gesehen. Der Schnad hatte ihn geholt. | |||
== Nebenflüsse und Zuflüsse == | == Nebenflüsse und Zuflüsse == | ||
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Der Hog ist ein kleiner Fluss am südlichen Ende der Region Heidenheim. Er ist vor allem bei den Leuten aus Quelltal durch | Der Hog ist ein kleiner Fluss am südlichen Ende der Region Heidenheim. Er ist vor allem bei den Leuten aus Quelltal durch [[Die Sage vom Hoghüter|die Sage des Hoghüters]] bekannt. | ||
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== Das Zorntaler Mittelgebirge == | === Das Zorntaler Mittelgebirge === | ||
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Aktuelle Version vom 5. April 2026, 13:17 Uhr
Die Insel Ottonien befindet sich in der Nordsee und markiert die höchste Erhebung der Doggerbank über dem Meeresspiegel. Das Eiland liegt in etwa auf dem halben Weg zwischen den britischen Inseln im Westen und dem südnorwegischen Festland im Osten. Im Süden sind die Küsten Flanderns bei mildem Seegang in einem Tag zu erreichen.
Die Geographie der Insel Ottonien wurde durch die Bemühungen des ehemaligen Herzogs Gottfried von Memleben festgehalten. Ein Werk, welches bis heute das Fundament für die allgemeine Kenntnis über die entlegene Region Ottonien bildet. Mit dem Ziel, die Steuerlast zu erhöhen, führte Herzog Gottfried eine weitreichende Erfassung der Landbesitzverhältnisse und des Viehbestands nach dem Vorbild des Doomsday Books durch. Dabei gab er die Niederschrift volkstümlicher Ortsbezeichnungen in Flurnamenlisten und Erstellung detaillierter Karten in Auftrag.
Regionen

Inseln: Birkum (rot), Stadenoog (gelb), Klifferoog (grau), Ostholm (türkis)
Hold
Die Hold ist die bevölkerungsreichste und wirtschaftlich wie politisch bedeutendste Region der Insel. In ihrem Herzen befindet sich das Städtchen Holdern, das mit seiner mächtigen Burg als Sitz des Herzogs dient. Die Hold profitiert sehr vom Fernhandel mit England, sowie Flandern, und fungiert als Handelszentrum der Ottonischen Insel. Alle möglichen Waren der Insel werden entlang der Taune und Ähr nach Holdern transportiert und dort an Fernhändler verkauft. Die Hold grenzt im Westen entlang der Ähr an die Region Westähr, im Norden an den Münzwald, und im Osten entlang der Mähr an die Waid.
Münzwald
Nördlich der Hold und östlich des Flusses Ähr, beginnt der Münzwald. Das stark bewaldete Gebiet war einst für seine Silberminen bekannt, die zum Reichtum des Herzogtums beitrugen, mittlerweile jedoch längst versiegt sind. Heute hat der Name Münzwald eine weit dunklere Konnotation, so kennt man in der Stadt unzählige Geschichten über Räuber und Mörder die dort im dichten Unterholz ihr Unwesen treiben. Verschiedene Sühnesteine, die man nahe den Waldwegen findet zeugen von den Bluttaten die sich dort abgespielt haben sollen. Seit der Verheerung ist die Gegend jedoch tatsächlich ein heißes Pflaster für allerlei Unholde geworden.
Westähr
Die westlich des Flusses Ähr gelegene Gegend ist mit ihren sanften Hügeln und lichten Wäldchen hauptsächlich bekannt für die Land- und Viehwirtschaft. Im Gegenzug zum benachbarten Münzwald wurden hier große Teile der dichten Bewaldung gerodet um eine angenehme Weidelandschaft und fruchtbare Ackerböden zu schaffen. Besonders die im Herzogtum wichtige Schafhaltung hat auf den Dünen der Westährküste und den saftigen Wiesen im Herzland ihren Platz. Zudem ist die Region besonders reich an Flüssen, Bächen und Seen.
Waid
Ganz im Süden der Insel liegt die landschaftlich abwechslungsreiche Waid mit ihren Mooren, Auenwäldern und Bergen. Wie in der Westähr findet man hier neben ausladenden Sandstränden imposante Kalkklippen. Neben der Stadt Holdern betrieben die Grafen der Waid historisch eigene Häfen und bewahrten sich stets eine gewisse Unabhängigkeit gegenüber dem Herzog. Diese Unabhängigkeit resultierte jüngst in der Fehde gegen Mährstein, weswegen sich die Waid heute in einer offenen Rebellion befindet und keine Siedler des Herzogtums zulässt.
Mieden
Die Mieden (von etwas meiden) befinden sich im nördlichen Teil der Insel. Die karge Berglandschaft mit ihren tristen Kiesstränden ist wenig bewohnt und erinnert an das schottische Hochland. Neben dunklen Nadelwäldern und schroffen Felsformationen findet man hier einige blühende Heidelandschaften mit vielen gedrungenen Sträuchern. Im südöstlichen Teil der Mieden versperrt ein massives Gebirge den Weg. Der sogenannte Ziegenbuckel, auf dessen Gipfelzügen meist Schnee liegt stellt die höchste Erhebung der Insel dar. Der Ursprung des Namens Mieden mag als Warnung vor dem oft rauen Wetter und den tückischen Felsklüften verstanden werden, weswegen man die unwirtliche Gegend meiden solle. Die Bewohner von Holdern scherzen jedoch auch, dass man die eigenartigen Leute, die dort oben zurückgezogen und abgeschottet leben meiden müsse.
In einem Gedicht heißt es:
Ein Maid tat mich schwer lieben
Doch kams wohl aus den Mieden
Drum bin ich ihr fort geblieben
und rasch aufs Ross gestiegen.
Inseln
Die Hauptinsel Ottonien wird von einer Handvoll kleinerer Eilande umgeben. Während viele der unbedeutenderen Inseln der Einfachheit halber den angrenzenden Küstenlehen unterstellt wurden, sind die vier größten Inseln als eigenständige Lehen anerkannt.
Birkum
Birkum ist die südlichste der vier Inseln und liegt in Sichtweite vor der Küste der Hold. Bekannt ist Birkum vor allem für seine windschiefen, aber dichten Birkenhaine, die den Siedlungen Schutz vor den ständigen Westwinden bieten. Durch den regen Schiffs- und Handelsverkehr mit Flandern hat die Insel einen gewissen Wohlstand erreicht. Die Bewohner gelten jedoch als eigenbrötlerisch und verschlossen. Unter den Festländern spottet man, sie zahlten ihren Zehnt nur deshalb so pünktlich an den Herzog in Holdern, um sich das Privileg zu erkaufen, ansonsten gänzlich in Ruhe gelassen zu werden.
Klifferoog
Trutzig und unnachgiebig erhebt sich Klifferoog aus der tosenden Nordsee. Wie der Name bereits andeutet, ist das Eiland von einer imposanten Steilküste umgeben, die es zu einer natürlichen Festung macht. Von den Klippen aus lassen sich herannahende Schiffe aus Richtung Osten bereits Stunden vor ihrer Ankunft am Festland sichten.
Ostholm
Ostholm ist die kleinste der vier ottonischen Inseln und liegt östlich der Mündung der Schnad. Große Teile der Insel werden bei schweren Sturmfluten oft vollständig überspült. Einzig der zentrale Siedlungshügel bietet den Bewohnern und ihrem Vieh Schutz vor den tosenden Fluten.
Stadenoog
Stadenoog fungiert als das maritime Tor zur Westähr. Der Name leitet sich von „Stade“ ab, was einen festen Lade- oder Ankerplatz bezeichnet. Da die schwer beladenen Handelsschiffe aus England oft zu viel Tiefgang besitzen, um die tückischen Sandbänke entlang der Küste und Flussmündungen Ottoniens zu befahren, dient Stadenoog als wichtiger Umschlagplatz. Hier wird die Fracht auf flachgehende Schiffe umgeladen, welche die Waren anschließend sicher ins Innere der Insel transportieren.
Flüsse
Hauptströme des Landes
Die Insel Ottonien wird von vier großen Strömen durchschnitten, welche die natürlichen Grenzen zwischen den einzelnen Regionen ziehen. Da sie das ganze Jahr über reichlich Wasser führen, sind sie für die Binnenschifffahrt und den Transport von Gütern von unschätzbarem Wert.
Die Ähr
Die Ähr (gesprochen "Ehr") ist der längste Fluss der Ottonischen Insel und gilt seit jeher als die Lebensader des Westens. Durch ihre periodischen Überschwemmungen hält sie die angrenzenden Böden fruchtbar und sichert so die Ernten des Landes. Während die Binnenschifffahrt mithilfe von Zugpferden, die die Kähne an langen Leinen flussaufwärts ziehen, noch heute praktiziert wird, nutzte man die Strömung in früheren Tagen vor allem, um das Bauholz aus den nördlichen Mieden bis hinab in die Werften von Holdern zu flößen. Als geografische Barriere trennt sie die grüne Westähr im Süden von der Hold und bildet im Westen die Grenze der herzoglichen Ländereien zum düsteren Münzwald.
Die Mähr
Die Mähr ist nach der Ähr der zweitgrößte Fluss der Lande und bildet die natürliche Grenze, welche die Hold von der rebellischen Waid im Süden trennt. Ihr Lauf ist zwar stetig, doch im Gegensatz zur geradlinigen Ähr ist die Mähr von tückischen Untiefen, kleinen bewachsenen Inseln und scharfen Wendungen geprägt. Diese Hindernisse fordern von den Schiffern höchstes Geschick und machen eine Fahrt flussaufwärts zu einem zeitintensiven Unterfangen, das oft die Hilfe ortskundiger Treidler oder flacher Kähne erfordert.
Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt der Fluss für den Handel im Süden unersetzlich. Er ist das Fundament für den immensen Wohlstand und den politischen Einfluss der Familie Mährstein. Da ihr Stammsitz weiter im Inland liegt, errichtete das Geschlecht die trutzige Berburg auf einem Hügel direkt an einer strategischen Flussschneise. Wer die Mähr befahren will, ist auf das Wohlwollen der Grafschaft Mährstein angewiesen. Sie allein entscheiden, welche Handelsschiffe aus dem Süden die Erlaubnis erhalten, ihre kostbaren Waren tief in das Inland der Insel zu transportieren.
Die Taune
Die Taune entspringt im Laughofer See, der wiederum von mehreren Bergbächen gespeist wird. Vom See aus fließt sie nach Westen und bildet dabei die Grenze zwischen dem Münzwald und der Hold. Auf ihrem Weg durchschneidet sie den dortigen Törfwald, den man nur an einer kleinen Furt überqueren kann. An dieser Furt mitten im Wald liegt ein kleiner Mühl-Hof. Hinter dem Hof fließt die Taune weiter durch den Wald, bis der Laienbach in sie mündet. An dieser Stelle verdoppelt sich ihre Breite. Anschließend strömt sie weiter westwärts durch das bewaldete Gebiet. Etwa auf halber Strecke fließt der kleine Sumpfbach in die Taune. Kurz bevor sie schließlich in die Ähr mündet, gibt es eine weitere wichtige Furt, die Reisenden den Übergang ermöglicht. Zuletzt umfließt die Taune eine kleine Insel, bevor sie endgültig mit den Wassern der Ähr verschmilzt.
Der Schnad
Der kurze aber breite Schnad ist ein Fluss des nordostens, der sich aus vielen kleinen Bergquellen des Ziegenbuckels speist und sich im Tal in einem breiten Sumpfe verliert. Der Schnad bildet die nördliche Grenze zwischen dem Münzwald und den Mieden, doch wird der Name von den Einheimischen nur mit gesenkter Stimme ausgesprochen. Der Legende nach soll einmal ein Jüngling den mühsamen Weg zum Wasserfall des Schnad auf sich genommen haben, um dort zu baden. Als er jedoch am späten Abend nicht wiederkehrte, machte sich das Dorf auf die Suche nach ihm. Sie fanden den Bergteich völlig verlassen, nicht einmal die Vögel waren noch da. Der Jüngling wurde nie wieder gesehen. Der Schnad hatte ihn geholt.
Nebenflüsse und Zuflüsse
Die Breed
Der Ehring
Die Flote
Die Glade
Der Hog
Der Hog ist ein kleiner Fluss am südlichen Ende der Region Heidenheim. Er ist vor allem bei den Leuten aus Quelltal durch die Sage des Hoghüters bekannt.
Die Kliewe
Die Limme
Die Limme ist ein munterer Tributär der Ähr, gelegen in der Westähr. Die Augen, die sie umgeben dienen den Nutztieren zur Erfrischung.