Mattheus von Kurfeldt: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Mattheus von Kurfeldt''' ist ein schwyzer Rechtsgelehrter, der im Jahr 1304 als erwählter Spitalmeister der Hospitalstiftung zu [[Geldern]] tätig ist. Dort beaufsichtigt er den Schutz und Aufbau des entstehenden Hospitalbaus und den unter [[Sigbert aus Geldern|Prior Sigbert]] dienenden Konvent zu Geldern. Seine Schwester [[Laurentia von Kurfeldt|Laurentia Heloise von Kurfeld]] ist ebenfalls als eine Pflegerin des Hospitals wohnhaft in Geldern. | '''Mattheus Konrad von Kurfeldt''' ist ein schwyzer Rechtsgelehrter, der im Jahr 1304 als erwählter Spitalmeister der Hospitalstiftung zu [[Geldern]] tätig ist. Dort beaufsichtigt er den Schutz und Aufbau des entstehenden Hospitalbaus und den unter [[Sigbert aus Geldern|Prior Sigbert]] dienenden Konvent zu Geldern. Seine Schwester [[Laurentia von Kurfeldt|Laurentia Heloise von Kurfeld]] ist ebenfalls als eine Pflegerin des Hospitals wohnhaft in Geldern. | ||
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Version vom 1. Oktober 2026, 03:43 Uhr
| Mattheus Konrad von Kurfeldt | |
|---|---|
| Charakter | |
| Gefolge: | |
| Stand: | Gemein |
| Titel: | Hauptmann |
| Geburt: | ca. 1272 |
| Status: | Lebendig |
| Spieler | |
| Aktiv seit: | 15.11.2025 |
| Spielername: | Erzkanzler |
Mattheus Konrad von Kurfeldt ist ein schwyzer Rechtsgelehrter, der im Jahr 1304 als erwählter Spitalmeister der Hospitalstiftung zu Geldern tätig ist. Dort beaufsichtigt er den Schutz und Aufbau des entstehenden Hospitalbaus und den unter Prior Sigbert dienenden Konvent zu Geldern. Seine Schwester Laurentia Heloise von Kurfeld ist ebenfalls als eine Pflegerin des Hospitals wohnhaft in Geldern.
Aussehen & Wesen
Mattheus ist von durchschnittlicher Statur und verbindet zivile mit soldatischen Merkmalen. Sein dunkelbraunes Haar und der Bart sind kurz und gepflegt geschnitten. In seiner Funktion trägt er vorwiegend ein gelb-schwarzes Wams in den Farben Gelderns, einen breiten Ledergürtel sowie dunkle Stiefel.

Charakterlich tritt Mattheus bedacht und pragmatisch auf. Sein Handeln basiert auf einer klaren formellen Unterscheidung zwischen legitimer Herrschaft und Rechtsbruch. Während er rechtskonforme Adlige als legitime Instanzen des Gesetzes anerkennt, lehnt er adlige Willkür und Raubrittertum konsequent ab.
Geschichte
Herkunft und frühe Jahre
Mattheus wurde im späten 13. Jahrhundert in Einsiedeln, in der Nähe von Schwyz, in eine schöffenbarfreie Familie geboren. Seine schulische Grundausbildung erhielt er in der Reichsabtei St. Maria. Die dortigen Aufstände der lokalen Bevölkerung gegen die Vögte der habsburgischen Adelsherrschaft prägten sein grundlegendes Verständnis von Recht und Amtsführung.
Studium und militärische Dienste
Zur Finanzierung seiner universitären Laufbahn war Mattheus zunächst als Reisläufer tätig. Anschließend absolvierte er in Oberitalien ein Grundstudium der Sieben Freien Künste (Septem artes liberales). An den Universitäten von Bologna und Padua studierte er danach Jurisprudenz und schloss seine Ausbildung sowohl im Römischen als auch im Kanonischen Recht ab.

Flandernkrieg und Deutscher Orden
Im Sommer 1302 nahm er mit der "Kompanie vom Roten Sporn" an der Sporenschlacht im Flandernkrieg teil. Nach dem Tod des bisherigen Hauptmanns wurde Mattheus von den verbliebenen Mitgliedern zu dessen Nachfolger gewählt. Bedingt durch eine Verwundung trat er kurz darauf als Halbbruder und Prokurator (Rechts- und Verwaltungsbeamter) in den Dienst des Deutschen Ordens. Seine administrativen Aufgaben führten ihn über die Komturei Elbing in Preußen bis auf die Insel Ottonien. Dort agierte er als Vormund für die verwaiste Luise von Mayenburg und verwaltete deren Schulden gegenüber dem Orden und der Hanse.
Wirken in Holdstewik (1304)
Nach der Tilgung der Verbindlichkeiten wurde Mattheus aus den Diensten des Ordens entlassen. Er schloss sich seinem Vetter Rolf Stauffacher an, der auf Ottonien die Freistätte Geldern begründet hatte. Mattheus erhielt ein Landgut als Allod in Geldern, gewährte den Veteranen der Kompanie vom Roten Sporn Unterkunft und übernahm die Position als Hauptmann.

Bis Juli 1304 war Mattheus zudem als Kanzleiherr für Herr Lothar Heinrich von Holdstewik tätig. In dieser Funktion verantwortete er die diplomatische Korrespondenz, die Ausarbeitung von Rechtsbeschlüssen und die formelle juristische Verfolgung von Raubrittern auf Basis des Landrechts.
Zeit in Geldern (1304–heute)
Im Sommer 1304 wurde die Freistätte Geldern nach der Auflassung der Ländereien durch den Willen Rolf Stauffachers in eine geistliche Hospitalstiftung umgewandelt. Mattheus fungiert dort seither als Hauptmann der weltlichen Schutzmannschaft. Da das Hospital noch keinen ordentlichen Spitalmeister besaß, überblickt Mattheus nun zusätzlich als Bau- und Gutsverweser die laufenden wirtschaftlichen Amtsgeschäfte Gelderns. Er besaß dabei ausdrücklich keine geistliche Leitungsgewalt über den Prior und den Konvent, sondern konzentrierte sich auf die Verwaltung, den Aufbau und die rechtliche Vertretung. Ende September des Jahres 1304 dann erwählte der Rat des Hospitals zu Geldern, welcher sich nach Ankunft des geistlichen Konvent unter Prior Sigbert mit dem Stifter und Patron Rolf Stauffacher wie auch weiteren wichtigen Persönlichkeiten der Lande zusammentrat, den Herrn Mattheus von Kurfeldt zum ersten Spitalmeister zu Geldern. Jener beaufsichtigt fortan den Aufbau des Hospitals wie auch der entstehenden Gebäude und Anlagen.

Auf der Hochzeit des Edelherrn Matthias von Nordhaven, stellte der Vogt zu Warglau, Roman von Marienburg, Mattheus einen Mann namens Theodor vor, welcher derweil rechtlichen Beistand im Falle einer Anklage gegen ihn bedurfte. Dabei handelte es sich um den Ostowitz-Prozess um Wolfsberg (1304), einen Streit um Lehen und Gut nach dem vorgetäuschten Scheintod des Klägers Herrn Adalbert, in welchem Mattheus als Advokat für den Herrn Theodor einen Sieg vor dem Schöffengericht zu Löwenfels erstritt.
Familie & Gefolge
Mattheus entstammt einer schöffenbarfreien Familie aus der Schwyz. Eine enge familiäre und politische Zusammenarbeit verbindet ihn mit seinem Vetter Rolf Stauffacher, dem Patron des Hospitals. Als Hauptmann befehligt er die in Geldern verbliebenen Veteranen der Kompanie vom Roten Sporn, welche strikt getrennt vom geistlichen Konvent operieren. Durch seine vorherigen Tätigkeiten als Kanzleiherr und Vormund unterhält er zudem diplomatische Kontakte zu Herr Lothar Heinrich von Holdstewik und der Freiin Luise von Mayenburg.
Trivia
Die militärischen Ereignisse der Sporenschlacht (1302) dienen Mattheus als historische Referenz für seine kritische Haltung gegenüber ständischen Privilegien.
