Geldern

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Geldern
Vogtei
Gründung: 1303
Domäne: Weltlich
Motto: Weder unbesonnen, noch furchtsam
Lehnsherr
Holdstewik (Grafschaft)
Vasallen
Wyndham (Dorf)
Bekannte Mitglieder
Rolf Stauffacher (Schutzvogt)
Mattheus Konrad von Kurfeldt (Hauptmann)
Gelandet
Datei:14.png
Geldern (14)
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Geldern ist eine Vogtei in der Region der Waid. Der Ort gehört gegenwärtig zur Grafschaft Holdstewik und besitzt durch seinen Status als Freistätte eine besondere Stellung innerhalb der herrschaftlichen Ordnung.

Gegründet wurde Geldern von eidgenössischen Auswanderern aus der Waldstätte. Der Ort dient als wehrhafte Zuflucht für altgediente Kriegsknechte, einfache Landleute, Handwerker und jene, die Schutz unter verbrieftem Landrecht suchen. Geprägt wird Geldern besonders durch die Kompanie vom Roten Sporn, die strenge Wahrung des Landfriedens und eine Ordnung, die weniger auf höfischen Prunk als auf Arbeit, Wehrhaftigkeit und Gesetzestreue baut.

Namensherkunft

Der Name Geldern leitet sich im Volksmund und der Tradition seiner Gründer von einem Versprechen ab. Er verweist auf die unnachgiebige „Geltung“ des alten Rechts und der Tradition. Während andernorts in Ottonien hohler Prunk und hochgeborene Titel über das Schicksal der einfachen Leute bestimmen, soll der Name Geldern unmissverständlich klarmachen, dass hier andere Maßstäbe gesetzt werden. An diesem Ort „gelten“ allein der durch ehrliche Hände Arbeit eigens erarbeitete Wohlstand sowie das unumstößliche, verbriefte Landrecht. Der Name ist somit Programm und verkörpert die Überzeugung, dass wahrer Wert nicht durch die Geburt, sondern durch Fleiß, gefüllte Truhen und die eiserne Treue zum Gesetz entsteht.

Geschichte

Vorgeschichte: Schwyzer und die Kompanie

Die Wurzeln der Bewohner Gelderns liegen nicht auf Ottonien, sondern fernab im Süden, in den bergigen Landen der eidgenössischen Waldstätte. Die Gründer Gelderns, allen voran der heutige Schutzvogt Rolf Stauffacher, verließen ihre Heimat im Flecken Schwyz, um sich als Reisläufer zu verdingen und den zunehmenden Repressalien des habsburgischen Adels zu entgehen.

Sie traten in die Dienste der Kompanie vom Roten Sporn. In den blutigen Flandernkriegen, insbesondere während der Sporenschlacht im Jahre 1302, bewiesen diese Männer, dass ein diszipliniertes Fußvolk aus Bürgern und Söldnern selbst das schwerste Ritterheer Europas brechen kann. Nach dem Tod ihres damaligen Anführers in jener Schlacht schwor die Kompanie Mattheus von Kurfeldt als Hauptmann ein, jener der später in die Dienste des Deutschen Ordens trat. Rolf Stauffacher zog indes mit einigen Verwandten und Getreuen weiter, bis sie schließlich die stürmischen Ufer Ottoniens erreichten.

Begründung der Freistätte

Auf Ottonien fand Rolf Stauffacher ein verwaistes Lehen, welches er mit seiner Gefolgschaft besetzte und sogleich begann, nach eidgenössischem Vorbild zu befestigen. Er nahm den Titel des Herren zu Geldern an und rief Geldern als Freistätte aus, einen Ort des Asyls und der eigenen, strengen Gerichtsbarkeit.

Als sein Vetter Mattheus im Jahr 1304 ehrenhaft aus den Diensten des Deutschen Ordens entlassen wurde, stieß er zu Rolf. Der Schutzvogt überließ ihm ein Landgut in Geldern und bot den verbliebenen, heimatlosen Veteranen der Kompanie vom Roten Sporn eine neue Truppe. Um die Vogtei auch nach außen hin diplomatisch und rechtlich wehrhaft zu machen, ernannte Rolf seinen gelehrten Vetter kurzerhand zu seinem Schultheiß und Hauptmann.

Gegenwärtige Lage (1304)

Während Mattheus von Kurfeldt als Kanzleiherr in Holdstewik das diplomatische Geschick lenkt und offizielle Verfestigungen gegen Raubritter ausspricht, sichert Rolf Stauffacher die Vogtei von innen heraus.

Nach jüngsten Bedrohungen durch marodierende Banden und Rebellen aus Mährstein und andere Raubritter auf der Insel, wurde in Geldern die Verteidigung massiv ausgebaut. In der Vogtei wurde eigens der Gelderner Galgenhammer geschmiedet, ein Werkzeug, das allein dem Zweck dient, das Landrecht an jenen zu vollstrecken, die sich aufgrund ihres Adelsstandes über das Gesetz erhaben fühlen.

Geldern hält sich strikt an das durch Eike von Repgow gegebene Landrecht des "Sachsenspiegels".

Sehenswürdigkeiten

Feldschmiede des Schutzvogtes

Das pochende Herz der handwerklichen und militärischen Stärke Gelderns. Hier steht Schutzvogt Rolf Stauffacher selbst an der Esse. Es ist der Ort, an dem eiserne Problemlöser wie der Gelderner Krähenschnabel (1301) und der Gelderner Galgenhammer (1304) ersonnen und geschmiedet werden. Es werden hier grundsätzlich keine Prunkwaffen gefertigt, sondern ausschließlich zweckmäßiger, tödlicher Stahl.

Im Westen Gelderns finden sich viele Bergwerke, Schürfstellen und Steinbrüche an den Hängen. Im Osten wird gejagt und gehandelt, wie auch der dichte Wald bewirtschaftet und aufgeforstet, um den Köhlern an den vielen Waldbächen auch für die nächsten Jahrzehnte genug Holz zu sichern.

Güter und Kompanie

Die Höfe und Unterkünfte der Vogtei sind pragmatisch, wehrhaft und auf schnelle Verteidigung ausgelegt. Sie beherbergen neben den Schwyzer Landleuten vorwiegend die kampferprobten Veteranen der Kompanie vom Roten Sporn, die stets in Bereitschaft stehen, um die Freistätte und das Gericht zu verteidigen. Auch gibt es das Haus des Roten Sporns im Westen des Dorfes Geldern, wo die Kompanie meist aufzufinden ist.

Landschaft

Die Lande um Geldern sind robust und wehrhaft, geprägt von klaren natürlichen Grenzen, großen Wäldern im Osten und hohen Bergen im Norden und Westen, welche einen Angriff mit schwerer Kavallerie erschweren.

Traditionen, Kultur, Feste

Die Kultur Gelderns ist streng, pragmatisch und von den Traditionen der alten Eidgenossenschaft geprägt. Hofstaatlicher Prunk, höfische Poesie oder die Verherrlichung adeliger Titel stoßen hier auf tiefes Misstrauen. Man schätzt ehrliche Handarbeit, das Wort des Gesetzes und Verlässlichkeit. Das höchste Gut der Gemeinschaft ist der Erhalt des Landfriedens. Denn wer den Frieden bricht, findet in Geldern keine Freunde. Gelderner sind nunmehr meist pragmatische Handwerker, Bergleute oder Jäger, denn die Bergen im Westen Gelderns sind reich an Eisen und Kohle, welche in rauen Mengen geschürft werden, was dem Lehen innerhalb Holdstewiks zu weitreichender Bekanntheit und wohlstand verhalf.

Sonstiges

Geldern nimmt in der Region eine sonderbare politische Stellung ein. Obwohl es nominell und eng mit der Grafschaft Holdstewik verknüpft ist, fungiert es durch seinen Status als verbriefte Freistätte und die Präsenz der Söldnerkompanie beinahe wie ein eigenständiger, wehrhafter Mikrokosmos, dessen Bewohner nur dem eigenen Schutzvogt und dem geltenden Recht Rechenschaft ablegen.