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Das '''Haus Von Mährstein''' ist ein Adelsgeschlecht, das seit Generationen als Grafschaft über die südlichen Lande der Waid in Ottonien regiert. Obwohl sie rechtlich als Vasallen des Hauses von Memleben stehen, agierten die Mährsteiner stets unabhängig. Der Sitz des Hauses Mährstein liegt weit im Süden und wird durch den großen Fluss Mähr vom Herzogssitz Holdern getrennt. Die Grafen von Mährstein nutzten diese Distanz und ihre geografische Lage. Durch den Bau eigener Hafenanlagen und die Pflege enger Handelskontakte zum Festland gelang es ihnen, einen beträchtlichen Reichtum anzuhäufen. | |||
In ihrer politischen Haltung agierten die Mährsteiner weniger als unterwürfige Untertanen denn als gleichberechtigte Partner des Herzogs. Es war ein informelles Arrangement, das auf gegenseitigem Nutzen basierte. Das Haus bewahrte seine Autonomie durch eine konsequente, pragmatische Abwägung: Loyalität wurde dort gewährt, wo sie vorteilhaft erschien und Distanz dort, wo die eigene Unabhängigkeit gefährdet war. | |||
In der jüngeren Geschichte wandte sich das Haus unter der Gräfin [[Hiltgund von Mährstein]] gegen das Herzogtum und führt seither eine noch andauernde Rebellion gegen die [[Von Memleben]]. | |||
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Als Adolf von Nassau 1292 die Königskrone erlangte und Ottonien 1294 an die Mark Brandenburg übergab sah sich das entmachtete Herzogshaus zur Flucht ins Exil gezwungen. Das Haus von Mährstein reagierte rasch: Anstatt dem verbannten Herzog solidarisch beizustehen, arrangierte sich das Haus Mährstein mit der neuen brandenburgischen Verwaltung und nutzte die neue Ordnung sogar dazu, ihre Unabhängigkeit und politischen Einfluss weiter auszubauen. Diese pragmatische Abwägung trug Früchte, denn das Haus Mährstein behielt seine Ländereien, Häfen und Reichtümer. | |||
Die Wende kam 1298 mit Albrecht I. von Habsburg. Der neue König entzog Brandenburg die ottonischen Lande und übertrug sie zurück an das im Exil lebende Haus von Memleben. Die Mährsteiner blieben ihrer Strategie treu und schlossen sich der Seite an, die ihnen den größten Vorteil versprach. Theofried erkannte früh, dass das große Söldnerheer überlegen war und ein erfolgreiches Bündnis seine Macht im Süden langfristig absichern würde. Er unterstützte die Rückeroberung daher aktiv: Am Gregorstag des Jahres 1300 ließ er das Heer an seinen Küsten landen, schloss sich dem Herzog an und marschierte auf Holdern zu. Dort beteiligte er sich an der Belagerungsplanung und stellte seine eigenen Truppen in den Dienst des Herzogs. | |||
Holdern wurde erfolgreich erobert, doch mit dem Tod des Nikolaus von Rebe im Gefecht blieb das Lösegeld aus und die Söldner unbezahlt, in der Folge verfiel Ottonien der [[Verheerung]]. Theofried bewies in diesen Tagen bemerkenswerte Entschlossenheit. Er schützte seine Bauern vor den marodierenden Truppen und verhinderte monatelang die Zerstörung seiner Ländereien. Doch das Schicksal war ihm nicht gewogen. Bei einem schlecht organisierten Ausritt geriet der Graf gemeinsam mit seinen Söhnen in einen Hinterhalt von Söldnertruppen und fiel dort unter grausamen Umständen. | |||
Eine Tragödie, für die seine Witwe [[Hiltgund von Mährstein]] den jungen [[Heinrich von Memleben|Herzog Heinrich]] direkt verantwortlich machte. Ihr Gemahl und ihre männlichen Erben waren im Dienste des Herzogs gefallen, ohne dass der neue Regent irgendeine Antwort oder Entschädigung bot. Hiltgund verweigerte daraufhin jegliche Form der Unterstützung, sie stellte ihre verbliebenen Vasallen hinter sich und schloss die Grenzen der Waid für herzogliche Truppen und Siedler. Da beide Seiten durch die vorangegangenen Verheerungen zu sehr geschwächt waren, um eine Entscheidung in einer offenen Feldschlacht herbeizuführen, entwickelte sich der Konflikt zu einem zermürbenden Kleinkrieg. Dieser Akt der offenen Rebellion ist seither als die [[Fehde gegen Mährstein]] bekannt und dauert nach wie vor an. | |||
Aktuelle Version vom 3. Mai 2026, 16:58 Uhr
| Mährstein | |
|---|---|
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Das Gefolgewappen | |
| Grafschaft (NPC Gefolge) | |
| Gründung: | unbekannt |
| Domäne: | Weltlich |
| Motto: | unbekannt |
| Lehnsherr | |
| Vasallen | |
| - | |
| Bekannte Mitglieder | |
| Gelandet | |
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| Mährstein (Lehen 4) Auf der Karte ansehen |
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Das Haus Von Mährstein ist ein Adelsgeschlecht, das seit Generationen als Grafschaft über die südlichen Lande der Waid in Ottonien regiert. Obwohl sie rechtlich als Vasallen des Hauses von Memleben stehen, agierten die Mährsteiner stets unabhängig. Der Sitz des Hauses Mährstein liegt weit im Süden und wird durch den großen Fluss Mähr vom Herzogssitz Holdern getrennt. Die Grafen von Mährstein nutzten diese Distanz und ihre geografische Lage. Durch den Bau eigener Hafenanlagen und die Pflege enger Handelskontakte zum Festland gelang es ihnen, einen beträchtlichen Reichtum anzuhäufen.
In ihrer politischen Haltung agierten die Mährsteiner weniger als unterwürfige Untertanen denn als gleichberechtigte Partner des Herzogs. Es war ein informelles Arrangement, das auf gegenseitigem Nutzen basierte. Das Haus bewahrte seine Autonomie durch eine konsequente, pragmatische Abwägung: Loyalität wurde dort gewährt, wo sie vorteilhaft erschien und Distanz dort, wo die eigene Unabhängigkeit gefährdet war.
In der jüngeren Geschichte wandte sich das Haus unter der Gräfin Hiltgund von Mährstein gegen das Herzogtum und führt seither eine noch andauernde Rebellion gegen die Von Memleben.
Geschichte
Als Adolf von Nassau 1292 die Königskrone erlangte und Ottonien 1294 an die Mark Brandenburg übergab sah sich das entmachtete Herzogshaus zur Flucht ins Exil gezwungen. Das Haus von Mährstein reagierte rasch: Anstatt dem verbannten Herzog solidarisch beizustehen, arrangierte sich das Haus Mährstein mit der neuen brandenburgischen Verwaltung und nutzte die neue Ordnung sogar dazu, ihre Unabhängigkeit und politischen Einfluss weiter auszubauen. Diese pragmatische Abwägung trug Früchte, denn das Haus Mährstein behielt seine Ländereien, Häfen und Reichtümer.
Die Wende kam 1298 mit Albrecht I. von Habsburg. Der neue König entzog Brandenburg die ottonischen Lande und übertrug sie zurück an das im Exil lebende Haus von Memleben. Die Mährsteiner blieben ihrer Strategie treu und schlossen sich der Seite an, die ihnen den größten Vorteil versprach. Theofried erkannte früh, dass das große Söldnerheer überlegen war und ein erfolgreiches Bündnis seine Macht im Süden langfristig absichern würde. Er unterstützte die Rückeroberung daher aktiv: Am Gregorstag des Jahres 1300 ließ er das Heer an seinen Küsten landen, schloss sich dem Herzog an und marschierte auf Holdern zu. Dort beteiligte er sich an der Belagerungsplanung und stellte seine eigenen Truppen in den Dienst des Herzogs.
Holdern wurde erfolgreich erobert, doch mit dem Tod des Nikolaus von Rebe im Gefecht blieb das Lösegeld aus und die Söldner unbezahlt, in der Folge verfiel Ottonien der Verheerung. Theofried bewies in diesen Tagen bemerkenswerte Entschlossenheit. Er schützte seine Bauern vor den marodierenden Truppen und verhinderte monatelang die Zerstörung seiner Ländereien. Doch das Schicksal war ihm nicht gewogen. Bei einem schlecht organisierten Ausritt geriet der Graf gemeinsam mit seinen Söhnen in einen Hinterhalt von Söldnertruppen und fiel dort unter grausamen Umständen.
Eine Tragödie, für die seine Witwe Hiltgund von Mährstein den jungen Herzog Heinrich direkt verantwortlich machte. Ihr Gemahl und ihre männlichen Erben waren im Dienste des Herzogs gefallen, ohne dass der neue Regent irgendeine Antwort oder Entschädigung bot. Hiltgund verweigerte daraufhin jegliche Form der Unterstützung, sie stellte ihre verbliebenen Vasallen hinter sich und schloss die Grenzen der Waid für herzogliche Truppen und Siedler. Da beide Seiten durch die vorangegangenen Verheerungen zu sehr geschwächt waren, um eine Entscheidung in einer offenen Feldschlacht herbeizuführen, entwickelte sich der Konflikt zu einem zermürbenden Kleinkrieg. Dieser Akt der offenen Rebellion ist seither als die Fehde gegen Mährstein bekannt und dauert nach wie vor an.

