Geldern: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Geldern''' ist eine geistliche Hospitalstiftung in der Region der [[Lore#Waid|Waid]] unter der direkten Landeshoheit des Herzogs von Ottonien. Der Ort wurde 1303 von Auswanderern aus den Waldstätten und der Waldstatt Einsiedeln als privilegierte Freistätte gegründet. Im Herbst 1304 stiftete der damalige Schutzvogt [[Rolf Stauffacher]] das gesamte Lehen Weiherstein mit Zustimmung des Herzogs und des Bischofs von Holdern zur Gründung des '''Spitals Sankt Georgs zu Geldern''', das zu Allerheiligen 1304 seinen Dienst aufnahm.[[Datei:Geldern Kurfeldt Rotsporn Wappen.png|links|mini|135x135px|Wappen des Spitals Sankt Georgs zu Geldern]]Das Spital beherbergt einen Benediktinerkonvent unter [[Sigbert aus Geldern|Prior Sigbert]], ein Priorat des Klosters ''Unserer Lieben Frau'' zu Einsiedeln, sowie eine Bruderschaft von Laien unter dem Spitalmeister [[Mattheus von Kurfeldt]]. Es bietet Kranken, Versehrten sowie altgedienten Edelleuten und Waffenbrüdern Zuflucht und Pflege. Die einstige ''Kompanie vom Roten Sporn'', die Geldern in den Anfangsjahren schützte, ist inzwischen aufgelöst worden. Der Ort selbst lebt autonom vom Bergbau auf Eisen, Kohle und Salz, seinen Feldern und Wäldern, wie auch von seinem Handwerk, allen voran der Schmiedekunst.
'''Geldern''' ist ein Hospital in der Region der [[Lore#Waid|Waid]]. Das Gebiet ist ein direkter Vasall unter dem Herzogtum.
 
Gegründet wurde Geldern von eidgenössischen Auswanderern aus der Waldstätte. Der Ort diente zunächst als befestigte Freistätte und bietet heute als Hospital Zuflucht für altgediente Reisläufer, einfache Landleute und Handwerker. Die Demografie und Verteidigung Gelderns werden maßgeblich durch die [[File:Gefolge Icon Kurfeldt.png|16x16px]] '''Kompanie vom Roten Sporn''' geprägt. Die gesellschaftliche Ordnung der Siedlung richtet sich strikt nach dem verbrieften Landrecht und ist stark handwerklich und militärisch ausgerichtet.
 
== Namensherkunft ==
Der Name '''Geldern''' leitet sich nach Überlieferung der Gründer vom Begriff der „Geltung“ ab. Dies verweist auf die absolute Geltung des alten Rechts sowie die Wertschätzung selbst erarbeiteten Wohlstands. Die Namensgebung spiegelt das egalitäre Selbstverständnis der Siedlung wider, in der handwerklicher Fleiß, Gesetzestreue und Wehrhaftigkeit höher bewertet werden als ständische Herkunft oder höfische Repräsentation.
 
== Geschichte ==
 
=== Vorgeschichte ===
Die historischen Wurzeln der Bewohner liegen in den Talschaften der eidgenössischen Waldstätte. Um den politischen Konflikten mit der habsburgischen Obrigkeit zu entgehen, verließen die Gründer, darunter der heutige Stiftsherr '''Rolf Stauffacher''', ihre Heimat und verdingten sich als Reisläufer.
 
Sie dienten in der ''Kompanie vom Roten Sporn'', die unter anderem 1302 im Flandernkrieg (Sporenschlacht) eingesetzt wurde, wo sie als diszipliniertes Fußvolk erfolgreich gegen schwere Kavallerie kämpfte. Nach dem Verlust ihres Anführers übernahm '''Mattheus von Kurfeldt''' kurzzeitig die Führung der Kompanie, bevor er in den Deutschen Orden eintrat. Rolf Stauffacher reiste mit den verbliebenen Veteranen und Angehörigen weiter, bis sie Ottonien erreichten.
 
=== Begründung der Freistätte ===
Auf Ottonien besiedelte Rolf Stauffacher ein verwaistes Lehen und befestigte es nach eidgenössischem Vorbild. Er etablierte Geldern zunächst als souveräne Freistätte mit eigener Gerichtsbarkeit und Asylrecht.
 
Nachdem Mattheus von Kurfeldt 1304 aus den Diensten des Deutschen Ordens entlassen wurde, schloss er sich seinem Vetter Rolf an. Mattheus erhielt ein Landgut als Allod, während die verbliebenen Veteranen der Kompanie dauerhaft Quartier in Geldern bezogen. Zur diplomatischen und rechtlichen Absicherung der Siedlung nach außen wurde Mattheus zum Hauptmann ernannt.
 
=== Umwandlung in ein Hospital ===
Im Sommer 1304 wandelte der einstige Schutzvogt zu Geldern, Rolf Stauffacher, die Rechtsform der Lande grundlegend um. Er stiftete Geldern als sein Land zur Errichtung eines festen Hospitals, entzog das Land damit dem regulären weltlichen Lehnszugriff und ist seither Stiftsherr der Lande. Mattheus von Kurfeldt fungiert weiterhin als Hauptmann Gelderns und übernimmt dort während der Errichtung des Hospitals und bis zur Wahl eines ersten Spitalmeisters die Amtsgeschäfte. Auch einige Novizen und Geistliche aus der Heimat Rolfs im Alpenraum sind indessen dem Ruf gefolgt und ließen sich in Geldern zum Aufbau des Hospitals und dem Ausbau der Ortschaft nieder.
 
Bedingt durch regionale Konflikte mit Raubrittern und Rebellen aus Mährstein verfügt das Hospital weiterhin über die dort angesiedelte Kompanie des Roten Sporns zur Verteidigung. Die innere Ordnung und Gerichtsbarkeit basieren unverändert auf dem Landrecht des Sachsenspiegels.
 
== Sehenswürdigkeiten ==
 
=== Haus des Roten Sporns ===
Im Westen der Siedlung befindet sich das Haus des Roten Sporns, das der gleichnamigen Kompanie als Sammelpunkt dient. Das Gebäude dokumentiert die militärische Geschichte der Gründer und ist das organisatorische Zentrum der Söldnerveteranen, die den Schutz des Hospitals gewährleisten.
 
=== Schmiede des Stauffachers ===
Die Hofschmiede bildet das handwerkliche Zentrum Gelderns. Rolf Stauffacher arbeitet hier persönlich an der Fertigung von Werkzeugen, Alltagsgegenständen und Rüstgütern. Die Schmiede ist ausschließlich auf die Produktion nutzwertorientierter Güter ausgerichtet; Prunkwaffen werden hier nicht gefertigt. Sie ist zudem der Ursprungsort spezialisierter lokaler Waffen, darunter der '''Gelderner Krähenschnabel''' und der '''Gelderner Galgenhammer'''.
 
== Landschaft ==
Das Umland von Geldern wird durch klare topografische Grenzen bestimmt. Im Osten erstrecken sich ausgedehnte Waldgebiete, während der Norden und Westen von hohen Gebirgsmassiven geprägt sind, die reich an abbaubaren Eisen- und Kohlevorkommen sind.
 
== Traditionen und Kultur ==
Die Kultur in Geldern ist pragmatisch und durch die Traditionen der alten Eidgenossenschaft geprägt. Höfische Repräsentation und ständische Privilegien spielen keine Rolle im gesellschaftlichen Leben. Der Fokus der Gemeinschaft liegt auf handwerklicher Arbeit, Verlässlichkeit und der strikten Wahrung des Landfriedens. Die Bevölkerung besteht primär aus Handwerkern, Bergleuten und Jägern, die den Rohstoffreichtum der umliegenden Berge industriell nutzbar machen.
 
== Sonstiges ==
Geldern hat sich in der Region der Waid als bedeutender Standort für Bergbau und zweckmäßige Schmiedekunst etabliert.

Aktuelle Version vom 6. November 2026, 05:50 Uhr


Geldern
Kloster (Hospital)
Gründung: 1303
Domäne: Geistlich
Motto: Nec temere, nec timide.
Lehnsherr
Von Memleben
Bistum Holdern
Vasallen
–
Bekannte Mitglieder
Sigbert aus Geldern (Prior)
Johann aus Geldern (Mönch)
Mattheus von Kurfeldt (Spitalmeister)
Lambert de Sartenieu (Prokurator)
Laurentia von Kurfeldt (Spitalschwester)
Rolf Stauffacher (Stifter und Patron)
Reinhold Feldtstein (Spitalbruder)
Alric Le Roux (Reisender)
Shmuel ben Shabsai Halevi
Bulko Stauffacher
Gebbel Smolenaars
Gelandet
Weiherstein (Lehen 14)
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Geldern ist eine geistliche Hospitalstiftung in der Region der Waid unter der direkten Landeshoheit des Herzogs von Ottonien. Der Ort wurde 1303 von Auswanderern aus den Waldstätten und der Waldstatt Einsiedeln als privilegierte Freistätte gegründet. Im Herbst 1304 stiftete der damalige Schutzvogt Rolf Stauffacher das gesamte Lehen Weiherstein mit Zustimmung des Herzogs und des Bischofs von Holdern zur Gründung des Spitals Sankt Georgs zu Geldern, das zu Allerheiligen 1304 seinen Dienst aufnahm.

Wappen des Spitals Sankt Georgs zu Geldern

Das Spital beherbergt einen Benediktinerkonvent unter Prior Sigbert, ein Priorat des Klosters Unserer Lieben Frau zu Einsiedeln, sowie eine Bruderschaft von Laien unter dem Spitalmeister Mattheus von Kurfeldt. Es bietet Kranken, Versehrten sowie altgedienten Edelleuten und Waffenbrüdern Zuflucht und Pflege. Die einstige Kompanie vom Roten Sporn, die Geldern in den Anfangsjahren schützte, ist inzwischen aufgelöst worden. Der Ort selbst lebt autonom vom Bergbau auf Eisen, Kohle und Salz, seinen Feldern und Wäldern, wie auch von seinem Handwerk, allen voran der Schmiedekunst.