Achental

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Achental
Abtei
Gründung: -
Domäne: Geistlich
Motto: -
Lehnsherr
Warglau
Vasallen
Keine
Bekannte Mitglieder
Wolle (Abt)
Friedrich (Prior)
Gelandet
Wegscheide (Lehen 44)
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Achental ist eine Abtei in der Region der Westähr. Sie dient dem Glauben, der Ordnung und dem Schutz der Seelen und stand lange unter weltlicher Schutzherrschaft, ehe sie sich in jüngster Zeit neu ordnete. Ihr Wirken ist eng mit der Begründung der Vogtei Warglau verbunden.

Geschichte

Frühzeit und Bindung an Rabenstad

Seit Anbeginn stand die Abtei Achental unter der weltlichen Schutzherrschaft Rabenstads und verwaltete in dessen Ordnung das Lehen Holmheim. Diese Verbindung galt lange als rechtmäßig und notwendig, da geistliche Häuser in unsicheren Zeiten auf weltlichen Schutz angewiesen waren.

Excessus Auctoritatis in Achental

In den Jahren der jüngsten Unruhe kam es zu einem schwerwiegenden Bruch zwischen der Abtei Achental und ihrem bisherigen Schutzherrn. Der ehemalige Vogt und Herr von Rabenstad, Abel von Niederpölt, überschritt in den Angelegenheiten der Abtei die ihm gesetzten Grenzen. Er griff in Bereiche ein, die weder seiner Gerichtsbarkeit noch seiner weltlichen Befugnis unterstanden, und trat als Richter in Dingen auf, die der geistlichen Ordnung vorbehalten waren.

So ließ er zwei geladene Gäste des Klosters ausweisen und berief sich dabei auf die Missachtung einer Ächtung, obgleich diese weder rechtmäßig ausgesprochen noch rechtskräftig war. Diese Handlung geschah ohne Gericht, ohne gültiges Verfahren und ohne Zustimmung der Abtei. Darüber hinaus ließ Abel im Namen der Abtei Verkündungen verlesen, ohne hierzu befugt zu sein. Solche Eingriffe galten als unrechtmäßige Einmischung in geistliche Angelegenheiten und stellten einen schweren Bruch der bestehenden Ordnung dar.

So wurde nicht allein die Autorität der Abtei verletzt, sondern auch das Vertrauen zwischen geistlicher und weltlicher Gewalt nachhaltig erschüttert. Die Ereignisse, welche später in den Schriften teils als "Excessus Auctoritatis in Achental" bezeichnet wurden, führten schließlich zur Auflösung der bisherigen Ordnung und zur Loslösung der Abtei von Rabenstad.

Das Gesuch an Nebelhain

Angesichts dieser Vorgänge wandte sich Abt Wolle von Achental an den Freiherrn Ludwig von Nebelhain und ersuchte ihn, die Loslösung der Abtei von Rabenstad zu billigen und ihr neuen Schutz zu gewähren. Der Freiherr zeigte sich dem Anliegen gegenüber geneigt, da die geschilderten Handlungen als ordnungswidrig erkannt wurden.

Doch dieses Gesuch rief Widerstand hervor. Abel von Niederpölt widersetzte sich der Loslösung und erhob Anspruch auf die bestehende Bindung. So entstand ein offener Konflikt um Recht, Autorität und Zuständigkeit.

Der Aufbruch nach Wegscheide

Da keine Einigung erzielt werden konnte und die Lage für die Abtei zunehmend unsicher wurde, traf die Gemeinschaft eine folgenschwere Entscheidung. Die Abtei Achental gab das Lehen Holmheim auf und verließ ihre bisherigen Lande. In geordnetem Zuge wurde der Besitz der Abtei gesichert. Männer aus den Landen Warglaus sowie aus Neeihavens unterstützten die Geistlichen. Mit Karren, Pferden und eigener Hände Arbeit wurden Vorräte, Geräte und Güter geborgen und nach Wegscheide verbracht.

Dort wurde ein Lager eingerichtet, auf dass weder Verlust noch Unordnung die Gemeinschaft weiter schwäche. Dieser Aufbruch bedeutete den Bruch mit der alten Ordnung, doch zugleich die bewusste Hinwendung zu einer neuen.

Die Neuordnung und die Bitte um Schutz

In der ersten Woche des Monats April trat Abt Wolle an Roman von Marienburg heran und ersuchte ihn, die weltliche Schutzherrschaft über die Abtei zu übernehmen. Die Abtei suchte Schutz innerhalb der Herrschaft Nebelhains, jedoch unter einer Ordnung, welche ihre Rechte achtete. In Anwesenheit des Priors Friedrich wurden die Bedingungen eines neuen Verhältnisses ausgehandelt. Mehrere Fassungen des Vertrages wurden beraten, bis eine Einigung erzielt werden konnte.

Die Vogteistiftung vom 17. April 1304

Am 17. Tage des Monats April im Jahre des Herrn 1304 wurde die neue Ordnung feierlich begründet. Die Abtei Achental stiftete Teile ihrer Lande als Liefseemark, auf dass dort eine neue Siedlung entstehe und die Lande geordnet und entwickelt werden mögen. In feierlicher Handlung:

  • wurde der Stiftbrief verlesen
  • leistete Roman von Marienburg den Eid zum Schutz der Abtei
  • sprachen die Geistlichen Achentals ihr Treuegelöbnis
  • wurden die Banner erhoben
  • und die Übereinkunft vor geistlichen und weltlichen Zeugen bestätigt

Unter den Zeugen befanden sich Geistliche aus Sankt Aegidius sowie Vertreter weltlicher Gefolge aus Neeihaven. Im Anschluss wurde ein Mahl gehalten, auf dass die neue Ordnung in Frieden beginne.

Der Tod des Abtes Wolle

Nicht lange nach der Begründung der neuen Ordnung traf die Abtei ein schwerer Verlust. Am 22. April wurde Abt Wolle gewaltsam durch die Hand eines Räubers getötet und so aus dem Leben gerissen. Sein Tod erschütterte die Abtei tief und wirkte über ihre Mauern hinaus in die Lande Westährs. Ein Mann des Glaubens und der Ordnung ging verloren.

Seither wird die Abtei in Vertretung geführt.

Sehenswürdigkeiten

Landschaft

Traditionen, Kultur, Feste

Sonstiges

Die Abtei Achental steht unter dem Schutz der Vogtei Warglau. Mit der Stiftung der Liefseemark wurde die Grundlage für eine neue Verbindung zwischen geistlicher und weltlicher Ordnung gelegt. Langfristig wird erwartet, dass die Abtei weiterhin als geistliches Zentrum besteht und die Entwicklung der umliegenden Lande unterstützt.