Warglau

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Warglau
Vogtei
Gründung: 17. April 1304
Domäne: Weltlich
Motto: Gott befohlen!
Lehnsherr
Von Memleben (Herzogtum)
Vasallen
Achental (Abtei)
Bekannte Mitglieder
Roman v. Marienburg (Kirchvogt)
Isabel v. Marienburg
Matthäus (Schultheiß)
Gelandet
Schwabegg (Lehen 37)
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Warglau ist eine Vogtei in der Region der Westähr. Sie entstand im Zuge der Neuordnung der Lande nach den Verheerungen Ottoniens und befindet sich derzeit noch im Aufbau. Nördlich des abgebrannten Dorfes Lindenhain entstand zunächst ein Zeltlager, welches nach Angriffen aus Kalkbruch zu einem befestigten Feldlager ausgebaut wurde. Dieses bildet gegenwärtig den Mittelpunkt der jungen Vogtei.

Namensherkunft

Der Name Warglau geht auf einen baltisch-livisch geprägten Namensstamm zurück und verweist auf die Aufgabe der Vogtei als Ort der Wacht, des Schutzes und der geordneten Grenzsicherung.

Der erste Bestandteil des Namens steht mit den verwandten Formen var, war und warg in Verbindung. Diese werden im Bedeutungsfeld von Wachen, Achten, Schützen und erhöhter Übersicht verstanden. Solche Namensstämme finden sich besonders in Bezeichnungen, die mit Wachtplätzen, Grenzorten, erhöhten Lagen oder militärisch geprägten Siedlungen verbunden sind. Die Form warg kann dabei als erweiterte und gehärtete Form des Stammes war verstanden werden. Das eingefügte g gibt dem Namen einen festeren und wehrhafteren Klang. Gerade bei eingedeutschten baltischen oder livischen Ortsnamen konnte ein solcher Laut den Wortkörper stabilisieren und die Aussprache schärfen.

Der zweite Bestandteil -lau ist in der Deutung Warglaus mit dem baltischen Raum und mit Gewässernähe verbunden. Da Warglau am Liefsee begründet wurde und dort bereits ein erstes Zeltlager als Keim der künftigen Siedlung geschlagen ist, fügt sich dieser Namensbestandteil unmittelbar in die landschaftliche Lage der Vogtei ein. Der Name Warglau kann somit als Bezeichnung eines wachsamen Schutzortes am Wasser verstanden werden. In ihm spiegelt sich die Herkunft des Hauses Marienburg aus den unsicheren Grenzlanden Lieflands wider, ebenso wie die neue Aufgabe in Ottonien: ein verwaistes und durch Unordnung gezeichnetes Land wieder unter Schutz, Recht und geordnete Herrschaft zu stellen. In diesem Sinne bezeichnet Warglau nicht allein eine neue Siedlung am Liefsee, sondern den Anspruch der Vogtei selbst: Wacht zu halten, die Grenzen zu sichern und dort Ordnung zu schaffen, wo zuvor Lindenhain verlassen, geplündert und verwüstet worden war.

Geschichte

Vorgeschichte - Liefland und das Haus Marienburg

In den östlichen Landen des Liefländischen Ordensreiches des Deutschen Ritterorden, an der Grenze zu den heidnischen Gebieten Litauens und den östlichen Fürstentümern, lag seit alters her ein befestigter Herrenhof, welcher den Namen Marienburg trug. Dieser diente als Sammel- und Schutzort für umliegende Höfe und war Teil der Ordnung, welche der Deutsche Ritterorden über seine Vasallenlande ausübte. Doch war das Ordensreich in Liefland kein geschlossenes Gebiet, sondern vielfach zerteilt in geistliche und weltliche Herrschaften, deren Zusammenhalt maßgeblich vom Orden getragen wurde. Besonders die Grenzlande standen unter schwächerer unmittelbarer Kontrolle und waren auf lokale Kräfte angewiesen.

In jenen Jahren, da die Kirche selbst in Zwietracht geriet und das abendländische Schisma die Einheit erschütterte, verminderten sich die Kräfte, welche aus Rom in die östlichen Lande flossen. Der Orden sah sich gezwungen, seine Mittel neu zu ordnen, wodurch vor allem die entlegenen Grenzgebiete an Sicherung verloren.

So geschah es, dass die Lande Lieflands von Unruhe erfasst wurden. Straßen wurden unsicher, Handel und Wandel litten, und vielerorts fehlte es an Schutz. Wiederholt fielen heidnische Scharen aus Litauen in die Grenzdörfer ein, plünderten Höfe, verbrannten Siedlungen und verschleppten die Bewohner. Auch aus dem Osten drohten Unruhen, da dort keine feste Ordnung bestand und Gewalt oft über Recht gestellt wurde. In dieser Zeit gewann der Herrenhof Marienburg an Bedeutung, doch vermochte auch er den Verfall der Ordnung nicht aufzuhalten.

Das Haus Marienburg erkannte die Gefahr und die Ungewissheit der Zukunft. Darum entsandte es seinen ältesten Sohn, Roman von Marienburg, gen Westen in die Lande Ottoniens, auf dass er dort unter geordneter Herrschaft ein neues Auskommen finde und, so Gott es füge, ein eigenes Lehen begründe.

Dienst in Nebelhain

Nach seiner Ankunft fand Roman Aufnahme am Hofe des Freiherrn Ludwig von Nebelhain, welcher ihn in seinen Dienst berief. Zunächst wirkte Roman als Schreiber und Ratgeber am Hofe, setzte Schreiben auf, ordnete Angelegenheiten und unterstützte die Führung der Geschäfte mit Umsicht und Fleiß. Da zu jener Zeit noch keine feste Kanzlei bestand, wurden die Geschäfte des Hofes in provisorischer Weise geführt. In Anbetracht seiner Tüchtigkeit und seines Verstandes wurde Roman bald damit betraut, die Einrichtung einer geordneten Kanzlei zu planen und zu leiten.

Die Kanzlei zu Nebelhain


So ward er zum Kanzleiherrn erhoben und erhielt die Aufsicht über Aufbau und Ordnung der Kanzlei zu Nebelhain. Unter seiner Leitung wurde deren Bau vorangetrieben und schließlich im Monat Februar vollendet, sodass fortan eine feste Stätte für die Verwaltung und Führung der Geschäfte bestand.

Nach Vollendung der Kanzlei trat Roman im Namen Nebelhains erstmals öffentlich auf einer herzoglichen Versammlung in Holdern hervor. Dort sprach er in Vertretung seines Herrn und gewann durch Wort und Auftreten Ansehen unter den Versammelten. Auf diese Weise begann sich seine Stellung in den Landen Westährs zu festigen und sein Name fand Eingang in die politischen Angelegenheiten der Region.

In dieser Zeit legte er den Grund für seinen späteren Aufstieg und seine Stellung in den Landen Westährs.

Der Streit um Lindenhain

Im Monat Februar erhob sich Unruhe in den Landen um das Dorf Lindenhain, welches die Gebiete des heutigen Warglau innehatte. Wiederholt fielen gesetzlose Räuber aus diesen Landen in die Gebiete Nebelhains ein, raubten und störten den Frieden.

Diese Übergriffe geschahen nicht vereinzelt, sondern in solcher Häufung, dass sie in Nebelhain als offenkundige Missachtung von Recht und Ordnung gewertet wurden. Mehrfache Versuche, diese Zustände durch Worte und Verhandlungen zu beenden, blieben ohne Wirkung und wurden durch leere Versprechungen beantwortet. So galt der Friede als gebrochen.

Als keine Ordnung wiederhergestellt wurde, ließ der Freiherr Ludwig von Nebelhain den Krieg erklären, auf dass Recht und Sicherheit wiederkehren mögen. Doch ehe es zur offenen Schlacht kam, entzog sich das Gefolge von Lindenhain dem Konflikt und verließ die Lande. Dorf und Besitz wurden zurückgelassen, ohne dass eine geordnete Übergabe oder Sicherung erfolgte.

So geschah es, dass Häuser, Felder, Vieh und Vorräte ungeschützt verblieben. Die Tiere wurden sich selbst überlassen, die Felder verfielen, und kein Mann blieb zurück, der Recht gesprochen oder Schutz gewährt hätte.

Lindenhain in Ruinen

In den darauffolgenden Wochen und Monden wurde das Gebiet von Gesetzlosen heimgesucht. Was zurückgelassen war, wurde geplündert, und was nicht fortgetragen werden konnte, wurde zerstört. Es wird zudem berichtet, dass das Dorf Lindenhain bereits vor seinem Verfall von Zeichen innerer Zerrüttung geprägt war. An Gebäuden und Tafeln fanden sich Schmähungen und ehrverletzende Darstellungen, welche die Herrschaft Nebelhains verhöhnten und deren Ansehen zu mindern suchten. Solche Kundgaben galten als Ausdruck wachsender Unordnung und trugen weiter zur Zerrüttung des Friedens bei.

Schließlich wurde auch das Dorf Lindenhain selbst von Brand erfasst und weitgehend vernichtet.

Die Überreste der Siedlung, verkohlte Balken, zerfallene Mauern und verwilderte Felder, zeichnen bis heute das Lehen und künden von der Zeit, da es ohne Herr und Ordnung war. Erst nachdem das Land über längere Zeit ohne jede Autorität geblieben war und kein Anspruch mehr erhoben wurde, übertrug der Freiherr von Nebelhain das verwaiste Lehen an Roman von Marienburg, auf dass es unter neuer Hand wieder geordnet und aufgebaut werde.

Die Begründung der Vogtei Warglau

In den ersten Tagen des Monats April entwickelten sich große Spannungen zwischen der Abtei zu Holmheim und der Herrschaft Rabenstads. Diese Ereignisse, welche später als Excessus Auctoritatis in Holmheim bezeichnet wurden, fanden ihren Ursprung in wiederholten Eingriffen des Vogtes in die Angelegenheiten der Abtei und führten zu einem offenen Bruch der bestehenden Ordnung.

Nachdem die Lage der Abtei im Gericht zu Neeihaven kundgemacht worden war, löste sich die Gemeinschaft von der bisherigen Bindung an Rabenstad und gab das Lehen Holmheim auf. In der Folge zog das Kloster nach Wegscheide, auf dass dort ein neuer Anfang unter geordneten Verhältnissen gefunden werde. Beim Abzug der Abtei standen Männer aus Warglau und aus den Landen Neeihavens den Geistlichen bei. Mit Karren, Pferd und eigener Hände Arbeit halfen sie, die Güter, Vorräte und Besitztümer der Abtei zu bergen und in ein Lagerhaus zu Wegscheide zu verbringen, damit weder Verlust noch Unordnung daraus entstehe.

Bannerpfahl zur Vogteistiftung im Kanzleihof

Es war der erklärte Wille der Abtei, in den Landen Nebelhains zu verbleiben, jedoch nicht unter dem bisherigen Schutzherrn zu stehen. Daher trat Abt Wolle in der ersten Woche des Monats April an Roman von Marienburg heran und ersuchte ihn, die weltliche Schutzgewalt über Achental zu übernehmen und für deren Sicherheit und Ordnung einzustehen. Daraufhin begannen Verhandlungen zwischen den Parteien. In Gegenwart des Abtes Wolle, des Priors Friedrich sowie Roman von Marienburg wurde ein Vertrag ausgearbeitet, welcher die Grundlagen einer neuen Ordnung festlegen sollte. Dieser Vertrag wurde in mehreren Fassungen beraten und überarbeitet, bis Einigkeit erzielt war.


Am 17. Tage des Monats April im Jahre des Herrn 1304 wurde die Vogtei Warglau schließlich feierlich begründet. In Anwesenheit geistlicher Zeugen von Sankt Aegidius sowie weltlicher Zeugen aus Neeihaven wurde der ausgehandelte Vertrag öffentlich verlesen. Im Anschluss daran legte Roman von Marienburg den Eid ab, Schutz und Ordnung über die Abtei und die ihm anvertrauten Lande zu wahren. Die Geistlichen Achentals wiederum sprachen ihr Gelöbnis der Treue und des Gehorsams gemäß der getroffenen Übereinkunft. Zum Zeichen der vollzogenen Stiftung wurde das Banner erhoben, und es folgte ein Festmahl, bei welchem die Anwesenden die neu geschlossene Ordnung und das Bündnis zwischen weltlicher und geistlicher Gewalt begingen.

Der Abzug Nebelhains und das verwaiste Lehen Schwabegg

Im Aprilis 1304 fasste Ludwig von Nebelhain, Freiherr von Nebelhain, nach reiflicher Beratung den Entschluss, Ottonien mit einem Teil seines Gefolges zu verlassen und in das Preußenland des Deutschen Ordens zurückzukehren.

Als Grund für diese Rückkehr wurde nicht Feindschaft gegenüber Ottonien oder Verachtung der Zurückbleibenden genannt, sondern die ältere Pflicht seines Hauses in den östlichen Landen. Dort, wo der Deutsche Orden seine Burgen hielt und die christliche Ordnung wider äußere Bedrohung verteidigte, sollten die Männer Nebelhains fortan erneut Dienst leisten.

Mit dem angekündigten Abzug endete zugleich die bisherige Herrschaftsordnung Nebelhains auf Ottonien. Die unter Ludwig stehenden Lande sollten jedoch nicht ungeordnet oder herrenlos zurückbleiben. In einer öffentlichen Verkündung aus der Kanzlei Nebelhains wurde daher kundgetan, welche Teile der bisherigen Ordnung dem Freiherrn gen Preußen folgen und welche auf der Insel verbleiben würden.

Die Abtei Waldesruh und deren Geistliche schlossen sich der Preußenfahrt an. Ebenso folgte das Rittergut Altschauerberg, dessen Waffenknechte sowie der dortige Ritter dem Ruf gen Osten. Ihre Banner wurden eingeholt, ihre Güter zur Überfahrt bereitet und ihre bisherige Stellung in Ottonien aufgegeben.

Nicht alle bisherigen Vasallen Nebelhains verließen jedoch die Insel. Die Vogtei Warglau und Zwillingsweiden verblieben in Ottonien. Da die alte Herrschaftsordnung Nebelhains mit dem Abzug Ludwigs endete, bestanden beide fortan nicht länger als Vasallen Nebelhains, sondern unabhängig von der alten Nebelhainer Herrschaft fort.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Gefolgschaft Roman von Marienburgs noch in Nebelhain befunden. Nach dem Abzug Ludwigs zog sie auf das verwaiste Lehen Schwabegg, welches Roman von Marienburg zuvor durch den Freiherrn von Nebelhain überlassen worden war. Dort sollte die junge Vogtei Warglau ihre eigene Ordnung aufnehmen.

Die Zeltschlagung nördlich Lindenhains

Nach dem Übergang nach Schwabegg wurden von der Gefolgschaft Warglaus erste Zelte im Monat Maius aufgeschlagen.

Als Ort wurde eine erhöhte Lage nördlich des abgebrannten Dorfes Lindenhain gewählt. Von dort aus bestand unmittelbare Einsicht auf den Haupthandelsweg, welcher vom Süden in den Norden durch die Westähr verläuft. Die Wahl dieses Platzes diente daher nicht allein der Unterkunft, sondern auch der Wacht über Weg, Reisende und umliegendes Land.

Aus den ersten Zelten entwickelte sich bald ein geordnetes Zeltlager. Es wurde zum Sammelpunkt der Gefolgschaft, zum Ort täglicher Verwaltung und zum Ausgangspunkt für die Sicherung des ehemaligen Lindenhainer Gebietes. Von hier aus konnten Wege überwacht, Vorräte gesammelt und erste Maßnahmen zur Ordnung der Vogtei getroffen werden.

Befestigung und Ausbau zum Feldlager

Nach Angriffen aus Kalkbruch zeigte sich, daß das Zeltlager stärker gesichert werden musste. Es sollte nicht nur Aufenthalt und Verwaltung dienen, sondern auch Schutz bieten und im Ernstfall verteidigt werden können.

Am 10. Iunius 1304 begann daher der Bau von Palisaden. Die Arbeiten dauerten etwa zwei Wochen an. Aus dem einfachen Zeltlager wurde ein befestigtes Feldlager, dessen Palisaden, Zugänge und erhöhte Lage einen festen Stützpunkt im Lehen Schwabegg bildeten.

Für den Palisadenbau wurde aus strategischen Gründen der Wald westlich des Weges gerodet. Da das Feldlager östlich des Weges liegt, konnte auf diese Weise die Sicht auf das westliche Vorfeld geweitet werden. Zugleich wurde das geschlagene Holz unmittelbar für den Bau der Palisaden genutzt. So verbanden sich Sicherung, Übersicht und Baustoffgewinnung in einem Vorhaben.

Mit der Befestigung trat Warglau sichtbarer als zuvor in Erscheinung. Das Feldlager wurde zum Zeichen der neuen Ordnung: ein Ort der Wacht, der Verwaltung und des Schutzes, von welchem aus die Vogtei ihre Aufgaben gegenüber Land, Leuten und Handelsweg wahrnahm.

Das Feldlager nach der Befestigung nördlich des abgebrannten Dorfes Lindenhain.


Am 8. Iulius 1304 wurde im Feldlager das Gebetszelt geweiht. Damit erhielt Warglau neben seiner weltlichen und wehrhaften Ordnung auch einen festen geistlichen Ort für Gebet, Messe und gemeinschaftliche Andacht. Das Gebetszelt dient seither als sichtbares Zeichen dafür, daß der Aufbau der Vogtei nicht allein durch Wehr und Arbeit, sondern auch unter geistlichem Beistand erfolgen soll.

Der weitere Ausbau des Lagers schreitet fort. Neben zusätzlichen Wohnzelten wurden jüngst ein Übungsplatz für den Waffengang sowie ein Bogenschießstand angelegt. Diese Plätze dienen der Schulung der Dienstleute und stärken die Wehrfähigkeit der Vogtei.

Zudem entstand das erste feste Haus des Feldlagers. Es wurde aus Eichenbohlen errichtet und dient als Werk- und Rüstkammer. Damit besitzt Warglau erstmals ein dauerhaftes Gebäude innerhalb des Lagers, welches sowohl handwerklichen Arbeiten als auch der Aufbewahrung von Werkzeug, Waffen und Rüstung dient.

Gegenwärtige Lage

Gegenwärtig bildet das befestigte Feldlager den Mittelpunkt der Vogtei Warglau. Es vereint Unterkunft, Verwaltung, Vorratshaltung, Wehrordnung und erste feste Bauten innerhalb einer geschützten Anlage.

Ein kleiner Teil im Osten des Feldlagers ist gegenwärtig noch nicht erschlossen. Dort können künftig weitere Zelte aufgestellt werden, sofern die Gefolgschaft wächst oder zusätzlicher Raum für Dienstleute, Vorräte und Arbeitsstätten benötigt wird. Nördlich des Feldlagers ist zudem der Anbau von Gemüse vorgesehen, um die Versorgung der Bewohner zu verbessern.

Die Gefolgschaft lebt gegenwärtig vor allem vom Fisch des Liefsees und von der Jagd in den großen Wäldern der Umgebung. Diese natürliche Versorgung prägt den Alltag des Lagers ebenso wie die Wachsamkeit am Handelsweg und die Arbeit am weiteren Ausbau.

Langfristig ist das Dorf Warglau am Liefsee geplant. Das gegenwärtige Feldlager bildet daher nicht den endgültigen Siedlungskern, sondern dient zunächst als gesicherter Stützpunkt der jungen Vogtei. Sollte das Dorf am Liefsee entstehen, kann das Feldlager später umgenutzt werden, etwa als Wehrplatz, Vorposten, Lagerstätte oder gesonderter Verwaltungspunkt.

Sehenswürdigkeiten

Das befestigte Feldlager

Das befestigte Feldlager bildet gegenwärtig den wichtigsten Ort der Vogtei Warglau. Es entstand aus den ersten Zelten, welche im Monat Maius nach dem Abzug der Nebelhainer auf einer erhöhten Lage nördlich des abgebrannten Dorfes Lindenhain errichtet wurden.

Seine Lage wurde mit Bedacht gewählt. Von dort aus fällt der Blick auf den Haupthandelsweg, welcher vom Süden in den Norden verläuft. Dadurch eignet sich der Ort sowohl zur Beobachtung des Verkehrs als auch zur Sicherung der umliegenden Lande.

Nach Angriffen aus Kalkbruch wurde das Lager weiter ausgebaut und befestigt. Der Palisadenbau begann am 10. Iunius 1304 und dauerte etwa zwei Wochen. Seither besitzt Warglau mit dem Feldlager einen sichtbaren Wehr- und Verwaltungspunkt, von welchem aus die Ordnung der Vogtei geführt wird.

Das befestigte Feldlager Warglaus aus der Perspektive des verbrannten Müllerhofes


Der Liefsee

Die Liefsee jedoch bildet bereits den Mittelpunkt der zukünftigen Siedlung und ist von großer Bedeutung für Versorgung, Handel und Ordnung.

Die Liefsee aus der Vogelperspektive


Landschaft

Die Lande Warglaus sind geprägt von klaren natürlichen Grenzen. Im Westen erstreckt sich ein dichter Wald, reich an Holz und Wild. An dessen Rand liegen sumpfige Niederungen, deren Torf von Nutzen sein kann. Im Osten liegt der Liefsee, welcher als Wasserquelle, Verkehrsweg und natürlicher Schutz dient. Im Norden grenzen die Lande an die Abtei Achental, welche unter dem Schutz der Vogtei steht und zugleich eine bedeutende geistliche Ordnungskraft darstellt.

Traditionen, Kultur, Feste

Das Gefolge Warglaus trägt die Prägung seiner Herkunft aus den unsicheren Grenzlanden Lieflands. Ordnung, Wachsamkeit und Wehrhaftigkeit gelten als hohe Tugenden. Der Glaube nimmt eine feste Stellung ein, nicht zuletzt durch die Nähe zur Abtei Achental. Da sich die Vogtei noch im Aufbau befindet, liegt das Leben derzeit vor allem in der Erschließung des Landes, der Sicherung der Grenzen und der Vorbereitung einer dauerhaften Siedlung.

Sonstiges

Die Grundlage der Vogtei bildet die Stiftung der Liefseemark durch die Abtei Achental. Warglau steht als Lehen direkt unter dem Herzogtum Holdern und dient sowohl der weltlichen Ordnung als auch dem Schutz der geistlichen Lande. Langfristig ist vorgesehen, dass sich Warglau zu einer festen Siedlung entwickelt und als eigener Herrschaftssitz Bestand hat.